Aufteilung des Erdgasvertriebs

EU-Kommission sorgt für mehr Wettbewerb auf dem deutschen Erdgasmarkt

Die EU-Kommission hat die geplante Auslagerung des Gasvertriebsgeschäfts aus dem Gemeinschaftsunternehmen BEB Erdgas und Erdöl GmbH (BEB) und seine Aufteilung zwischen den beiden Mutterunternehmen ExxonMobil Group und Royal Dutch/Shell genehmigt. Die Kommission erwartet von diesem Schritt eine Zunahme des Wettbewerbs.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bei BEB handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen, das zu gleichen Teilen von ExxonMobil und Royal Dutch/Shell kontrolliert wird. BEB ist u.a. in Produktion, Einkauf, Transport, Speicherung und Vertrieb von Erdgas im Bundesgebiet mit Schwerpunkt Nordwestdeutschland tätig. Nach zwei separaten Anmeldungen, die im Oktober bei der Kommission eingingen, lagern ExxonMobil und Shell das Gasvertriebsgeschäft aus dem Gemeinschaftsunternehmen aus und teilen es auf ihre jeweiligen Tochtergesellschaften - ExxonMobil Gas Marketing Deutschland GmbH und Shell Erdgasbeteiligungsgesellschaft mbH - auf. Als Folge davon werden ExxonMobil und Shell künftig unabhängig voneinander um Erdgasabnehmer in Deutschland konkurrieren.

Die Kommission kam bei ihrer Prüfung der beiden Vorhaben zu dem Ergebnis, dass mit keinerlei Wettbewerbsproblemen zu rechnen ist. ExxonMobil sei zwar bereits über seine Tochtergesellschaft Mobil Erdgas Erdöl GmbH (MEEG) im Gasvertrieb in Deutschland tätig, erreicht aber selbst bei Hinzurechnung der Hälfte des derzeitigen Marktanteils von BEB nicht den bisherigen Marktanteil des Gemeinschaftsunternehmens. Shell wiederum sei bisher überhaupt nicht im Gasvertrieb tätig gewesen. Zudem bliebe die Lage auf den vorgelagerten Märkten der Erschließung, Produktion und Entwicklung von Erdgas und der Beförderung und Speicherung von Gas im wesentlichen unverändert.

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