EU-Kommission gibt grünes Licht für Hidrocantábrico-Übernahme durch RWE

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Europäische Kommission hat das Vorhaben der RWE AG, die Kontrolle über das spanische Versorgungsunternehmen Hidroeléctrica del Cantábrico ("Hidrocantábrico") zu erlangen, nach den Vorschriften des EG-Fusionskontrollrechts genehmigt. Die Übernahme sei für den Wettbewerb im spanischen Markt - dem einzigen, in dem es zu einer Überschneidung von Geschäftstätigkeiten kommt - unbedenklich, da RWE hier nur in kleinerem Umfang und örtlich begrenzt in der Stromversorgung tätig ist, begründete die Kommission ihre Entscheidung.


Hidrocantábrico ist hauptsächlich in der Stromerzeugung, -verteilung und -versorgung in Spanien aktiv, daneben auch in der Gasverteilung und -versorgung sowie im Telekommunikationsgeschäft in der nordspanischen Region Asturias. Der RWE-Konzern ist die Dachgesellschaft einer Gruppe von Unternehmen mit Geschäftsinteressen in folgenden Wirtschaftszweigen: Energie, Bergbau und Rohstoffe, Umweltdienstleistungen, Mineralöl und Chemie, Industriesysteme und Baugewerbe. Die Überlappung von Geschäftstätigkeiten der beiden Unternehmen in Spanien ergibt sich aus dem Umstand, dass der RWE-Konzern gemeinsam mit dem spanischen Elektrizitätsunternehmen Iberdrola die unternehmerische Kontrolle über ein kleines Kraftwerk in Tarragona ausübt. Die Kommission ist deshalb der Frage nachgegangen, inwieweit das Jointventure in Tarragona RWE darin hindern könnte, mit Iberdrola in Spanien zu konkurrieren. Sie ist dabei zu der Auffassung gelangt, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb nicht beeinträchtigt, da es sich bei dem fraglichen Kraftwerk nur um eine kleine Anlage handelt und weil sich mit RWE ein starker Konkurrent im spanischen Strommarkt etablieren würde.

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