Grünes Licht

EU-Kommission genehmigt Preussag-Übernahme durch Gaz de France

Die Europäische Kommission hat den Erwerb des deutschen Erdöl- und Erdgasgeschäfts der Preussag Energie durch Gaz de France genehmigt. Begründung: Die Übernahme führt nur zu geringen Überschneidungen auf dem vorgelagerten Energiemarkt und die Stellung von Gaz de France auf dem nachgeordneten Gasmarkt in Frankreich ändert sich nicht nennenswert.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Am 20. März 2003 war das Vorhaben, dem zufolge Gaz de France durch den Erwerb von Anteilsrechten die Kontrolle über die Preussag Energie GmbH - eine Tochtergesellschaft des TUI-Konzerns - erlangt, bei der Kommission angemeldet worden. Die Preussag Energie ist weltweit in neun Ländern in der Erkundung von Erdöl- und Erdgaslagerstätten und der Erdöl- und Erdgasförderung tätig. Geschäftstätigkeiten außerhalb Deutschlands sind nicht Bestandteil des Vorhabens.

Die Untersuchung der Kommission hatte gezeigt, dass der Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens auf vorgelagerten Märkten wie Lagerstättenerkundung, Förderung und Verkauf von Erdöl und Erdgas liegt. GdF hat eine starke Stellung auf dem nachgeordneten Gasmarkt in Frankreich und ist in geringerem Maße ein Konkurrent auf den vorgelagerten Märkten.

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