Flaga und Progas

EU-Kommission genehmigt Flüssiggas-Unternehmen

Die Flüssiggasunternehmen Flaga GmbH (Österreich) und Progas GmbH (Deutschland) dürfen ein Gemeinschaftsunternehmen für die Flüssiggasverteilung in Osteuropa gründen. Flaga darf zudem das Österreichgeschäft von Progas übernehmen, ohne dass eine wettbewerbsbedrohliche Marktmacht entsteht.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - Die Europäische Kommission hat die geplante Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens der Flüssiggasverteiler Flaga (Österreich) und Progas (Deutschland) sowie ein hiermit verknüpftes Vorhaben auf dem österreichischen Flüssiggasmarkt genehmigt. Die Prüfung des Vorhabens ergab, dass der wirksame Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil davon nicht entscheidend beeinträchtigen wird.

Die Flaga GmbH wird von dem amerikanischen Unternehmen Eastfield International Holdings, Inc kontrolliert und ist in der Verteilung sowie dem Vertrieb an Groß- und Kleinkunden von Flüssiggas tätig. Die Progas GmbH & Co KG wird von der Julius Thyssen Beteiligungsgesellschaft mbH kontrolliert und ist in denselben Branchen tätig. Das Gemeinschaftsunternehmen wird sein Geschäft auf die Flüssiggasverteilung in der Tschechischen Republik, in Ungarn, Polen, der Slowakei und Rumänien ausrichten. Im Rahmen eines verknüpften Vorhabens wird Progas sein Flüssiggasverteilungsgeschäft in Österreich an Flaga verkaufen.

Die Untersuchung der Kommission bestätigte, dass die gemeinsamen Marktanteile von Flaga und Progas auf keinem der betroffenen Märkte Anlass zu Wettbewerbsbedenken geben, und dass eine Reihe starker Wettbewerber weiterhin sowohl mit dem Gemeinschaftsunternehmen als auch mit Flagas Tochterunternehmen auf dem österreichischen Markt konkurrieren wird.

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