2006-2010

EU gewährt deutschem Kohlebergbau zwölf Milliarden Euro Strukturhilfe

Für 2006 bis 2010 hat die EU-Kommission dem deutschen Kohlebergbau eine Restrukturierungshilfe in Höhe von zwölf Milliarden Euro zugesprochen. Mit ihrer Hilfe sollen bis zum Ende des Jahrzehnts vier der derzeit noch zehn aktiven Bergwerke geschlossen werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Brüssel/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die EU-Kommission hat eine Restrukturierungshilfe von zwölf Milliarden Euro für den deutschen Kohlebergbau genehmigt. Die Mittel seien für den Zeitraum 2006 bis 2010 bestimmt, wurde am Mittwoch in Brüssel mitgeteilt. Mit ihrer Hilfe sollen bis zum Ende des Jahrzehnts vier der derzeit noch zehn aktiven Bergwerke geschlossen werden.

8,6 Milliarden Euro Beihilfe sind den Angaben zufolge für die Finanzierung der laufenden Kohleförderung und 3,5 Milliarden für bestehende Haftungen bestimmt. 2004 wurden laut EU-Kommission in Deutschland noch fast 27 Millionen Tonnen Kohle abgebaut. Bis 2010 soll die Förderung auf 18,5 Millionen zurückgefahren werden.

Kohle wird derzeit noch in acht EU-Staaten abgebaut. Bedeutendstes Förderland ist nach EU-Angaben Polen, in dessen 40 Bergwerken etwa 100 Millionen Tonnen im Jahr gefördert werden. Außer den beiden anderen großen Förderländern Deutschland und Ungarn haben Großbritannien, Spanien, Tschechien, die Slowakei und Griechenland noch aktive Bergwerke. In Frankreich wurde voriges Jahr der letzte Stollen geschlossen.

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