Grünes Licht

EU genehmigt Partnerschaft von RWE Plus und KEH/KELAG

Die EU-Kommission hat die Übernahme von 49 Prozent der Anteile der österreichischen KEH durch die Essener RWE Plus genehmigt. Damit steigt RWE auch in den bald liberalisierten österreichischen Energiemarkt ein.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Mit der nun vorliegenden Freigabeentscheidung der EU-Kommission kann die Essener RWE Plus AG den Erwerb von 49 Prozent der Anteile an der Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH (KEH), Klagenfurt, umsetzen. Die KEH ist Hauptgesellschafter der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (KELAG), die der Landesversorger des Landes Kärnten mit den Kerngeschäftsfeldern Strom, Erdgas und Wärme ist.

"KELAG, der Partner der RWE Plus für den österreichischen Strommarkt, wird nunmehr alle Chancen, die sich aus der vollständigen Marktliberalisierung in Österreich bieten, nutzen. Durch die Verbindung des regionalen und nationalen Knowhows der KELAG mit der Erfahrung des RWE-Konzerns in liberalisierten Märkten entsteht ein starker Multi-Utility-Player mit einer klaren Wachstumsstrategie im österreichischen Energiemarkt und in Südosteuropa", ist sich Dr. Klaus Bussfeld, Vorstandsmitglied der RWE Plus AG, sicher. Derzeit versorgt die KELAG etwa 235 000 Tarifkunden; ihr Anteil am gesamten Stromabsatz an Endkunden in Österreich beträgt etwa sieben Prozent. Im Geschäftsjahr 2000 erzielte die KELAG mit 1280 Mitarbeitern einen Umsatz von 350 Millionen Euro. 79 Prozent des Umsatzes wird dabei mit Strom aus Wasserkraft erzielt.

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