Bedingungen

EU genehmigt Milliarden-Subventionen für Steinkohlebergbau

Die EU-Kommission hat Subventionen für den deutschen Steinkohlebergbau in Milliardenhöhe genehmigt. Für das Jahr 2009 darf der Staat demnach rund 2,2 Milliarden Euro für die unrentable Förderung sowie Umstrukturierungsmaßnahmen und Bergwerksstilllegungen zuschießen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (afp/red) - Voraussetzung für die Milliarden-Subventionen sei, dass die Kohleförderung wie die Höhe der Beihilfen zur laufenden Förderung im Rahmen eines Gesamtplans für die Jahre 2006 bis 2010 weiter abnehmen.

Steinkohle wird in Deutschland laut der RAG Deutsche Steinkohle AG noch in vier Bergwerken in Nordrhein-Westfalen und einem Werk im Saarland gefördert. Der durchschnittliche Förderpreis liegt laut nordrhein-westfälischem Wirtschaftsministerium zur Zeit bei rund 180 Euro pro Tonne, gegenüber einem aktuellen Weltmarktpreis von 60 Euro. 20 Prozent der Subventionen kommen den Angaben zufolge vom Land, 80 Prozent vom Bund. Der subventionierte deutsche Steinkohlebergbau soll im Unterschied zum rentablen Braunkohleabbau voraussichtlich bis 2018 auslaufen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energiewirtschaft

    Industrie wird weiterhin bei Ökostrom-Umlage verschont

    Die deutsche Industrie wird auch in der Zukunft von der Ökostrom-Abgabe weitestgehend befreit bleiben. Nach langen Diskussionen konnten sich die EU-Kommission und die Bundesregierung aufeinander abstimmen.

  • Europa-Deutschland

    Energiewende erneut unter Brüsseler Radar

    Die Energiewende soll einer Radikalreform unterzogen werden – das zumindest könnte man angesichts der durch ein Magazin am Wochenende veröffentlichten Erkenntnisse der EU-Kommission vermuten. Dabei ging es eigentlich darum, zu prüfen, ob die Befreiung der Unternehmen von der Ökostromförderung rechtskonform seien.

  • Strompreise

    SPD fordert mehr Einsatz für Energiepolitik NRW

    Die SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag fordert von der Landesregierung mehr Impulse für die Energiepolitik in Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Rüttgers habe NRW auf einen "Abstiegsplatz" in der Energiepolitik geführt. Die Landesregierung wies die Kritik als unsinnig und unhaltbar zurück und warf der SPD Polemik vor.

  • Energieversorung

    Letzte Kohle auf Zeche Lippe in Gelsenkirchen gefördert

    Im Zuge des Ausstiegs aus der subventionierten Kohleförderung hat als zweite Zeche in diesem Jahr das Bergwerk Lippe in Gelsenkirchen seine Förderung eingestellt. Bereits am 12. Dezember sei die letzte Kohle gewonnen, am Freitagvormittag trafen sich rund 1500 Beschäftigte zur letzten gemeinsamen Betriebsversammlung.

  • Stromtarife

    EU-Klimabeschlüsse stoßen in Deutschland auf heftige Kritik

    Die EU-Klimabeschlüsse sind in Deutschland auf heftige Kritik gestoßen. Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn bezeichnete die Vereinbarung als "Kniefall vor der Industrie". Die SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan warf Merkel Rückschritte in der Klimapolitik vor.

Top