EU genehmigt 100-prozentige Übernahme des E-Werks Wesertal durch finnische Fortum-Gruppe

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Die Europäische Kommission hat dem Kauf des Hamelner Energieunternehmens Elektrizitätswerk Wesertal GmbH durch die finnische Fortum-Gruppe zugestimmt. Damit übernimmt Fortum zu 100 Prozent die bisherigen Gesellschaftsanteile der Landkreise Hameln-Pyrmont, Schaumburg, Holzminden und des Kreises Lippe.



Zum ersten Mal wird ein Energieversorgungsunternehmen in Deutschland zu 100 Prozent an einen ausländischen Wettbewerber übertragen. Sowohl die Fortum-Gruppe als auch das Elektrizitätswerk Wesertal bewerten dies als "einen wichtigen Schritt zur Öffnung des deutschen Strommarktes". Erwartungsgemäß sehe auch die Kartellbehörde der Europäischen Union den Eintritt von Fortum in den deutschen Energiemarkt als positiven Beitrag zur Stärkung des Wettbewerbs.



Thomas Schwerdtfeger, Geschäftsführer der Fortum Energie GmbH, bezeichnet die positive Entscheidung aus Brüssel als einen wichtigen Schritt für Fortum zur weiteren Expansion im liberalisierten deutschen Energiemarkt. "Wir wollen von Hameln aus wachsen und ein Gegengewicht für das sich abzeichnende Duopol RWE/VEW und Viag/Veba bilden", so Schwerdtfeger. Mit Blick auf die großen Stromkonzerne kann der Beitrag neuer Marktteilnehmer zum Wettbewerb nach Auffassung Schwerdtfegers nicht hoch genug eingeschätzt werden. Vor diesem Hintergrund sieht Fortum gute Chancen, sich in Deutschland zu etablieren.



Wesertal hat mit dem neuen Eigentümer an Fahrt gewonnen. Seit Oktober letzten Jahres können Privat- und Gewerbekunden unter mehreren günstigen Stromtarifen wählen. "Die Fahrt des ehemaligen kommunalen Energieunternehmens Wesertal wird künftig auch über die Grenzen des heutigen Netzgebietes hinausgehen", so Thomas Schwerdtfeger. Darüber hinaus kooperiert Fortum bereits im Rahmen des "City-Partner-Konzepts" mit über 20 Stadtwerken. In der Zusammenarbeit mit Kommunen und Stadtwerken sieht das Unternehmen denn auch einen wesentlichen Eckpfeiler seiner europaweit ausgerichteten Expansionsstrategie. Kooperationen sind für Schwerdtfeger gerade für kleinere Marktteilnehmer die richtige Strategie, um vom Wettbewerb profitieren zu können.


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