Sauber!

EU einigt sich auf Energieeffizienz-Richtlinie

Die EU-Richtlinie zur Endenergieeffizienz und zu Energiedienstleistungen verpflichtet die Mitgliedsstaaten, national zu erarbeiten, wie die Einsparung von jährlich einem Prozent Energie erreicht werden kann. In Deutschland entwickelt die dena Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz in allen Verbrauchssektoren.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) begrüßt die Ziele der neuen Energieeffizienz-Richtlinie der EU als wichtigen Impulsgeber für eine zukunftsfähige Energienutzung. Die Vorgabe, den Energieverbrauch innerhalb von neun Jahren um neun Prozent zu senken, werde den wachsenden Markt für Energieeffizienz weiter beschleunigen. Davon würden die Anbieter von innovativen Energiedienstleistungen und Technologien ebenso profitieren wie die Energieverbraucher in Haushalten, Industrie, Dienstleistung und Verkehr.

"Europa verbraucht derzeit über 20 Prozent mehr Energie als nötig. Die Möglichkeiten der effizienten Energienutzung sind vielfältig und bergen enorme wirtschaftliche Chancen für Endverbraucher und Industrie", erläuterte Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena. Deshalb setze die dena gemeinsam mit ihren Partnern beispielsweise in der "Initiative EnergieEffizienz" auf die Steigerung der Endenergieeffizienz durch mehr Transparenz und bessere Information.

Die EU-Richtlinie zur Endenergieeffizienz und zu Energiedienstleistungen verpflichtet die Mitgliedsstaaten, nationale Aktionspläne zu erarbeiten, wie das Ziel von jährlich einem Prozent weniger Energieverbrauch erreicht werden kann. Eine Vorbildfunktion soll dabei der öffentliche Sektor übernehmen. In welchen Bereichen die Schwerpunkte darüber hinaus gesetzt werden, bleibt den EU-Mitgliedsstaaten überlassen. Ein Aktionsplan für die ersten drei Jahre muss bis zum 30. Juni 2007 bei der Europäischen Kommission eingereicht werden. Das Europäische Parlament hat die mit dem Rat abgestimmte Richtlinie am 13. Dezember mit großer Mehrheit verabschiedet.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Energiewirtschaft

    Experten: Industrie muss mehr in das Energiesparen investieren

    Das Energiesparen ist laut Experten in der Industrie noch immer nicht wirklich angekommen. Dabei wird hier fast die Hälfte des Stroms verbraucht. Großkonzern Bosch zeigt wie es geht: Das Unternehmen setzt auf Transparenz bei dem Thema und will so auch die Mitarbeiter motivieren.

  • Energiesparhaus

    Heizungen bekommen im September Energielabel

    Immer mehr Elektrogeräte werden mit Energielabels versehen. Ende September kommen weitere Geräte-Gruppen hinzu. Die entsprechenden Regelungen der Ökodesign-Richtlinie gelten dann auch für Heizungen und Warmwasseranlagen. Zunächst gibt es Effizienzklassen von A++ bis G.

  • Strom sparen

    B.KWK fordert umgehende Anpassung des KWK-Gesetzes

    Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) verspricht sich viel von der neuen Bundesregierung in punkto Modernisierung des KWK-Gesetzes. B.KWK-Präsident van Bergen begrüßte es, dass eine Förderung im Rahmen der Modernisierung des Kraftwerksparks ausdrücklich angekündigt wurde.

  • Energieversorung

    Energie-Effizienzkampagne startet in neue Runde

    Während die steigenden Strompreise zur Zeit die öffentliche Diskussion prägen, wird nach Ansicht der Initiative EnergieEffizienz zu wenig über die vielfältigen Möglichkeiten gesprochen, Strom effizienter zu nutzen. Mit einer neuen Kampagne will sie erneut auf vorhandene Einsparungspotenziale hinweisen.

  • Hochspannungsmasten

    BGW: Was Hauseigentümer beachten sollten

    Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) weist darauf hin, dass spätestens mit der Einführung des Energiepasses im Laufe des Jahres 2006 Verbrauchswerte für Häuser so transparent sind wie beim Auto oder bei Kühlschränken. Dieser gibt dann Auskunft über die Energieeffizienz des Gebäudes.

Top