Offenes Forum

EU: Bürger sollen Klimapolitik nach 2012 mitgestalten

Bürger, Unternehmen, Politiker, Nichtregierungs-Organisationen, Behörden und Wissenschaftler können sich ab sofort an der Debatte über die künftige Klimapolitik der Europäischen Union beteiligen. Bis 31. Oktober können konstruktive Vorschläge über ein Web-Forum eingereicht werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - Die Europäische Kommission gibt Bürgern, Unternehmen und Politikern seit dieser Woche die Möglichkeit, an der Diskussion über die künftige Klimapolitik teilzunehmen. Auch Nichtregierungs-Organisationen (NRO), Behörden, und Wissenschaftler können sich an der Debatte teilnehmen und konstruktive Beiträge über das Web-Forum "Action on Climate Change post 2012" einreichen.

"Die Klimaänderung ist eine der größten Herausforderungen unserer Generation. Der erste Verpflichtungszeitraum des Kyoto-Protokolls endet 2012. Wir müssen uns bereits jetzt auf die Zeit danach vorbereiten. Die internationale Gemeinschaft wird sich schon bald mit der Frage beschäftigen, wie wir auf dem Kyoto-Protokoll aufbauen und eine neue Phase der internationalen Zusammenarbeit beim Klimaschutz einleiten können", erläutert Umweltkommissarin Margot Wallström. Das Forum steht bis zum 31. Oktober 2004 offen.

Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich die EU verpflichtet, zwischen 2008 und 2012 ihre Treibhausgasemissionen gegenüber dem Stand von 1990 um acht Prozent zu reduzieren. Allerdings zeigen jüngste Studien, dass weitere erhebliche Emissionsverringerungen auf globaler Ebene von bis zu 30 Prozent bis 2025 und 65 Prozent bis 2050 notwendig sein werden, um die Klimaänderung zu stoppen.

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