Einen Schritt weiter

Essent: Großaktionär stimmt Übernahme durch RWE zu

Die Übernahme des niederländischen Versorgers Essent durch RWE rückt näher. Am Mittwoch stimmte die niederländische Provinz Overijssel, der zweitgrößte Essent-Anteilseigner, der 9,3 Milliarden Euro schweren Übernahme zu. Damit steht nur noch die Zustimmung der Provinz Nord-Brabant aus, die knapp 31 Prozent an Essent hält.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Amsterdam (ddp/red) - Die Provinz Overijssel hält 18,7 Prozent der Anteile an Essent. Die Provinzen Limburg und Drenthe, die zusammen 18,4 Prozent an Essent halten, hatten bereits am Dienstag der Übernahme durch den Essener Energiekonzern zugestimmt.

Ein Essent-Sprecher sagte, dass rund 53 Prozent der Essent-Aktien an RWE verkauft werden. Jedoch ist eine Andienungsquote von mindestens 80 Prozent eine der Schlüsselbedingungen des RWE-Übernahmeangebots. Damit kann die Provinz Nord-Brabant die Übernahme immer noch blockieren.

Die Provinzregierung hatte vor kurzem erklärt, sie werde eine endgültige Entscheidung zu dem Übernahmeangebot verschieben. Das Parlament hatte der Regierung vorgeschlagen, das RWE-Angebot nicht anzunehmen.

Die jüngste RWE-Ankündigung, bis 2013 in den Niederlanden mehr als drei Milliarden Euro in erneuerbare Energien zu investieren, wird als Zugeständnis an die Provinz Nord-Brabant gesehen. Es wird erwartet, dass sie ihre Entscheidung zur Übernahme von Essent durch RWE in der kommenden Woche bekanntgibt.

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