Es geht los: Die Strompreise steigen wieder

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Jetzt ist es amtlich: Als erster Stromversorger in Deutschland wird die Dortmunder VEW Energie AG die Strompreise für Haushaltskunden wieder anheben. Die evivo-Produkte verteuern sich ab 1. September um 1,7 bzw. 1,5 Pfennig. Als Begründung gab das Unternehmen die Mehrkosten aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz an.


Damit scheint die Zeit der fallenden Strompreise erst einmal vorbei zu sein, denn auch andere Stromkonzerne haben Erhöhungen angekündigt. Diese müssen jedoch - trotz des Wettbewerbs - von der Stromaufsichtsbehörde in den Länderwirtschaftsministerien genehmigt werden. Im Fall VEW war das nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Verkehrsministerium zuständig. Pressesprecher Karl-Allois Bläser bestätigte in einem Gespräch mit dem strom magazin, dass die Abwälzung der Kosten auf die Verbraucher nur nach einer detaillierten Prüfung der Kosten- und Erlöslage genehmigt würde. "Nur wenn es keine andere Lösung gibt, können die Kosten an die Kunden weitergegeben werden." Das scheint im Fall VEW der Fall zu sein. Marc R. Pasture, Vertriebsvorstand der VEW Energie AG betont: "Wir erhöhen nur ungern die Preise, gerade bei diesem scharfen Wettbewerb. Aber wir haben ein absolutes Preistal erreicht. Neue vom Gesetzgeber beschlossene Belastungen können wir nicht kompensieren."


Bei evivo wirken sich die Preiserhöhungen auf alle Produkte aus. evivo "Treu & Sicher" bleibt zwar bei einem Grundpreis von monatlich 14,62 DM, der Preis pro Kilowattstunde Strom steigt von 24,94 Pfennig auf 26,68 Pfennig. Beim Single-Angebot "Allein & Glücklich" steigt der monatliche Grundpreis von 8,80 DM auf 9,80 DM, die Kilowattstunde kostet jetzt 29,5 Pfennig (vorher 28 Pfennig). "Du & Ich" kostet ab 1. September monatlich 19,80 DM (vorher 18,80 DM) und für die Kilowattstunde Strom muss anstelle von 18 Pfennig 19,5 Pfennig bezahlt werden. Alle weiteren Preise finden Sie in unserem Tarifrechner.


Für VEW ist die Sache klar: "Im übrigen sei es ja vom Gesetzgeber gewollt, dass die Kosten des teuren Stroms aus erneuerbaren Energien auf alle Bürger verteilt werden", heißt es aus dem Unternehmen.

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