Statistik

Erzeugerpreise teurer als im Vorjahr, billiger als im Vormonat

Die Preise für Strom steigen weiter. Die aktuellen Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes belegen eine Erhöhung von 5,6 Prozent im Bereich der Erzeugerpreise. Besonders betroffen waren gewerbliche Sondervertragskunden, für die sich der Strombezug im Jahresvergleich um 8,4 Prozent verteuerte.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Januar 2004 um 0,2 Prozent höher als im Januar 2003. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Jahresveränderungsrate im Dezember 2003 noch bei plus 1,8 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat ist der Index im Januar 2004 um 0,2 Prozent gefallen.

Der Rückgang der Jahresteuerungsrate ist hauptsächlich von einem statistischen Basiseffekt verursacht: Die starken Preissteigerungen im Januar 2003 (damals warendie Erzeugerpreise auch infolge erhöhter Ökosteuer- und Tabaksteuersätze um 1,4 Prozent gegenüber dem Dezember 2002 gestiegen) gehen erstmals nicht mehr in die Berechnung der Jahresrate ein. Dämpfend wirkte sich auch die Preisentwicklung für Mineralölerzeugnisse aus, die sich gegenüber Januar 2003 um durchschnittlich 4,3 Prozent verbilligten. Besonders stark war der Preisrückgang bei leichtem Heizöl (minus 10,4 Prozent), schwerem Heizöl (minus 18,4 Prozent) und Flüssiggas (minus 11,6 Prozent). Ohne Mineralölerzeugnisse hätte die Jahresteuerungsrate 0,4 Prozent betragen.

Im Gegensatz dazu steigen die Preise für elektrischen Strom weiter an (plus 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat). Von den Strompreiserhöhungen besonders betroffen waren gewerbliche Sondervertragskunden, für die sich der Strombezug im Jahresvergleich um 8,4 Prozent verteuerte. Die Preise für Investitionsgüter und für Konsumgüter waren im Januar 2004 nur geringfügig höher als im Januar 2003. Überdurchschnittliche Preiserhöhungen im Jahresvergleich gab es im Januar 2004 bei folgenden Gütern: Futtermittel für Nutztiere (plus 12,6 Prozent) und Steinkohle und Steinkohlebriketts (plus 7,6 Prozent). Billiger als vor Jahresfrist waren im Januar 2004 unter anderem: Flachglas (minus 9,6 Prozent) und Gas-, Flüssigkeits- und Elektrizitätszähler (minus 5,5 Prozent).

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