Juli-Daten

Erzeugerpreise steigen wegen hoher Energiekosten

Die deutschen Erzeugerpreise sind im Juli überraschend deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 3,7 Prozent höher als noch im Vorjahresmonat. Den größten Einfluss dabei hatten die Energiepreise.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/red) - Volkswirte hatten einen Anstieg der Jahresrate auf lediglich 3,3 Prozent erwartet. Grund für das Wachstum sind vor allem hohe Energiepreise.

Im Juni waren die Preise binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Erzeugerpreise im Juli um 0,5 Prozent. Hier hatten Volkswirte nur ein Plus von 0,1 Prozent prognostiziert.

Energie verteuerte sich im Juli auf Jahressicht um 6,7 Prozent und hatte damit den größten Einfluss auf die Preissteigerungen. Auf Monatssicht stiegen die Energiepreise den Angaben zufolge um 1,3 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiekosten lagen die Erzeugerpreise im Juli um 2,4 Prozent höher als im Juli 2009 und stiegen gegenüber Juni um 0,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr waren demnach Mineralölerzeugnisse im Juli um 16,7 Prozent teurer, bei leichtem Heizöl betrug der Preisanstieg 34,0 Prozent, bei Kraftstoffen 12,5 Prozent. Die Preise für Erdgas kletterten im Vergleich zu Juli 2009 um 6,8 Prozent.

Vorleistungsgüter waren indes auf Jahressicht um 5,5 Prozent teurer. Eine höhere Jahresveränderungsrate hatte es bei diesen Gütern letztmalig im März 2007 gegeben. Die Preise für Metalle lagen um 19,2 Prozent höher als im Juli 2009. Chemische Grundstoffe waren 7,1 Prozent teurer.

Die Preise für Verbrauchsgüter erhöhten sich im Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7 Prozent. Butter und andere Milchprodukte verteuerten sich den Angaben zufolge binnen Jahresfrist um 65 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat seien die Preise hierfür um 3,8 Prozent gestiegen.

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