Erzeugerpreise: So hoch wie seit 18 Jahren nicht mehr

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte lag im September 2000 um 4,3 Prozent höher als im September 1999. Das teilte heute das Statistische Bundesamt mit. Damit hat sich der Preisanstieg auf der Erzeugerstufe weiter beschleunigt. Die Jahresrate erreichte ihren höchsten Wert seit fast 18 Jahren (Oktober 1982: + 4,6 Prozent). Im August 2000 hatte die Jahresveränderungsrate + 3,5 Prozent und im Juli 2000 + 3,3 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Index im September 2000 um 0,9 Prozent erhöht.


Nach wie vor ist die Entwicklung von weiter steigenden Preisen bei Mineralölerzeugnissen geprägt. Diese verteuerten sich im September 2000 innerhalb Jahresfrist um 35,9 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 11,6 Prozent. Ohne Mineralölerzeugnisse stieg der Index zum Vorjahresmonat um 3,0 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Starke Preiserhöhungen gab es im September 2000 gegenüber dem Vorjahr unter anderem bei leichtem Heizöl (+ 84,8 Prozent), schwerem Heizöl (+ 48,6 Prozent), Flüssiggas (+ 45,7 Prozent), Erdgas (+ 45,1 Prozent) und Butter (+ 11,8 Prozent). Billiger als vor Jahresfrist waren im September 2000 unter anderem Betonstahlmatten (- 24,5 Prozent), elektrischer Strom (- 13,7 Prozent), Betonstahl (- 11,9 Prozent), und frisches Schweinefleisch (- 5,3 Prozent).

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