Auch Strom teurer

Erzeugerpreise im März 2003 um 1,7 Prozent höher als im Vorjahr

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im März 2003 um 1,7 Prozent höher als im März 2002. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Jahresveränderungsrate im Februar 2003 plus 1,9 Prozent betragen, während sie im Januar bei plus 1,6 Prozent gelegen hatte. Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Index im März 2003 um 0,1 Prozent erhöht.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahr ist nach wie vor wesentlich von der Entwicklung der Energiepreise beeinflusst, die sich gegenüber März 2002 um durchschnittlich 5,6 Prozent erhöhten. Einen besonders starken Preisschub gab es mit plus 15,6 Prozent gegenüber März 2002 bei den Mineralölerzeugnissen. Im Einzelnen gab es folgende Preisveränderungen im Jahresvergleich: Kraftstoffe plus 12,1 Prozent, leichtes Heizöl plus 26,5 Prozent, schweres Heizöl plus 37,2 Prozent, Flüssiggas plus 47,4 Prozent. Auch Strom verteuerte sich gegenüber März 2002 überdurchschnittlich um 6,9 Prozent, während sich die Erdgaspreise nur moderat erhöhten (plus 0,7 Prozent). Starke Preisrückgänge gab es bei Steinkohle und Steinkohlebriketts (minus 13 Prozent). Ohne Energie hätte der Erzeugerpreisindex um 0,7 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Weitere überdurchschnittliche Preiserhöhungen im Jahresvergleich gab es im März 2003 bei folgenden Gütern: Organische Grundstoffe und Chemikalien (plus 23,3 Prozent), Polyethylen (plus 22,2 Prozent) und Drahtwaren (plus 14,5 Prozent). Billiger als vor Jahresfrist waren im März 2003 unter anderem: Aluminium in Rohform (minus 16,8 Prozent), Zement (minus 13,2 Prozent) und Flachglas (minus 13,1 Prozent).

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