Statistik 2

Erzeugerpreise im August auf Rekordhoch

Wie schon in den vergangenen Monaten war auch im August die allgemeine Preisentwicklung von zwei wesentlichen Tendenzen dominiert: Zum einen stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse auch im August 2004 deutlich an, zum anderen setzte sich die seit Jahresbeginn zu beobachtende Erhöhung der Stahlpreise weiter fort.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im August 2004 um 2,2 Prozent höher als im August 2003. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war dies die höchste Jahresteuerungsrate der Erzeugerpreise seit August 2001 (plus 2,7 Prozent). Im Juli 2004 hatte die Jahresveränderungsrate noch bei plus 1,9 Prozent und im Juni 2004 bei plus 1,5 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index im August 2004 um 0,3 Prozent.

Wie schon in den vergangenen Monaten war die allgemeine Preisentwicklung von zwei wesentlichen Tendenzen dominiert: Zum einen stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse auch im August 2004 deutlich an (plus 3,6 Prozent gegenüber Juli 2004), zum anderen setzte sich die seit Jahresbeginn zu beobachtende Erhöhung der Stahlpreise im August weiter fort.

Die Preise für Mineralölerzeugnisse erreichten im August 2004 ein neues absolutes Rekordniveau: Sie lagen um 12,2 Prozent höher als im August 2003. Besonders stark verteuerten sich dabei leichtes Heizöl (plus 30,8 Prozent) und Flüssiggas (plus 29,3 Prozent), die Preise für Kraftstoffe lagen um 9,7 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Ohne Mineralölerzeugnisse wäre der Erzeugerpreisindex um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Bei anderen Energiearten sind insbesondere Kohle (plus 26,5 Prozent gegenüber August 2003) und elektrischer Strom (plus 5,9 Prozent) teurer geworden, während sich Erdgas im selben Zeitraum um 6,5 Prozent verbilligte.

Auch bei den Stahlpreisen waren im August neue Rekordstände zu verzeichnen. Weitere überdurchschnittliche Preiserhöhungen im Jahresvergleich gab es im August 2004 bei metallischen Sekundärrohstoffen, Steinkohle und Steinkohlebriketts und Drahtwaren. Billiger als vor Jahresfrist waren im August 2004 beispielsweise elektronische integrierte Schaltungen, Zeitungsdruckpapier und Gas-, Flüssigkeits- und Elektrizitätszähler.

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