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Erstmals 2500 Meter-Tiefbohrung zur Erdwärmenutzung in NRW

Das Land hat das Super-C-Vorhaben zu einem der 43 Leitprojekte der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW gemacht. Die bis zu 2500 Meter tiefe Bohrung soll erstmals in Deutschland ein großes Gebäude direkt vor Ort durch Erdwärme beheizt werden. Es steht an der Technischen Hochschule in Aachen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Aachen (red) - "Mit dem SuperC-Projekt hier mitten im Aachener Hochschulviertel setzt die RWTH ein hervorragendes Zeichen für die Nutzung heimischer erneuerbarer Energiequellen. In seiner Funktion als zentrales Service-Center für Studierende und als Portal der Hochschule wird das hier zu errichtende Gebäude auch langfristig einem breiten Publikum die Nutzbarkeit von Erdwärme unmittelbar vor Augen führen", sagte NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann zu Beginn der Woche an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen beim Bohrbeginn für die erste tiefe Erdwärmesonde in NRW.

Die bis zu 2500 Meter tiefe Bohrung soll erstmals in Deutschland ein großes Gebäude direkt vor Ort durch Erdwärme, einer erneuerbaren, kohlendioxidfreien, immer verfügbaren und kostenneutralen Energieform beheizt werden. In einem Kreislauf wird Wasser auf bis zu 70 Grad Celsius erwärmt und direkt in das Heizungssystem des SuperC-Gebäudes eingespeist. Im Sommer kann die Erdwärme mithilfe einer Adsorptionskältemaschine auch zur Kühlung benutzt werden.

Dr. Horstmann: "Wir unterstützen die Weiterentwicklung der Erdwärmenutzung, damit zukünftig in NRW vorhandene geothermische Potenziale wesentlich stärker genutzt werden. Geothermie kann für nordrhein-westfälische Unternehmen nicht zuletzt auch unter dem Gesichtspunkt neuer Exportmärkte sehr interessant sein."

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