Das himmlische Kind...

Erstes deutsches Windkraftprojekt in Frankreich am Netz

45 Millionen Kilowattstunden und Energie für 45.000 Menschen pro Jahr - die ENERTRAG betreibt seit wenigen Tagen zwölf NORDEX-Windkraftanlagen in Frankreich. Nahe der Stadt Montpellier bläst der Wind mit zehn Metern pro Sekunde im Mittel - das sichere extrem hohe Erträge. Ein Windkraftfonds befindet sich auch bald im Angebot.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Windstrom wird europäisch: Das am Neuen Markt der Frankfurter Börse notierte Unternehmen ENERTRAG nutzt als erster deutscher Energieerzeuger den Wind in Frankreich. In den Windfeldern Merdelou und Fontanelles erzeugen zwölf Maschinen des Herstellers NORDEX mit insgesamt 15,6 Megawatt Leistung jährlich 45 Millionen Kilowattstunden – Strom für 45.000 Menschen. Das in 1000 Meter Höhe in Südfrankreich gelegene Windfeld gehört zu den windstärksten Standorten Europas. ENERTRAG investierte 21 Millionen Euro in dieses Projekt, an dem sich ab Juli auch private Anleger beteiligen können.

Ausdauer und Know-how

Als ENERTRAG 1998 mit der Projektierung der Windfelder begonnen habe, sei nicht absehbar gewesen, wie viel Ausdauer ein solches Projekt fordern würde, wie es heißt. Neben dem Aufbau einer arbeitsfähigen Niederlassung habe vor allem die rechtliche Absicherung viel Zeit gekostet - auch zehn Jahre Windkrafterfahrung ließen sich nicht einfach in ein anderes Land übertragen.

Hunderte Details habe man abstimmen und anpassen müssen. Selbst als im Herbst vergangenen Jahres die Bauarbeiten begannen, seien längst nicht alle Fragen geklärt gewesen. ENERTRAG und NORDEX hätten sich dennoch entschieden, das Projekt gemeinsam zu realisieren - nicht ohne Grund, besitzt doch Frankreich im europäischen Windmarkt das größte Entwicklungspotenzial.

Starkwindstandort mit angemessener Vergütung

An den 100 Kilometer vom Mittelmeer entfernten Standorten bläst der Wind mit zehn Metern pro Sekunde im Mittel. Dies sichere - Angaben des Unternehmens zufolge - "extrem hohe Erträge". Den robusten Anlagentyp NORDEX N60 habe man eigens für diese Windverhältnisse ausgewählt, denn nur wenige große Windkraftanlagen seien für solche extremen Verhältnisse konstruiert. ENERTRAG ist damit auf Anhieb zu einem der größten Windstromerzeuger in Frankreich geworden.

In Frankreich wird, ähnlich wie in Deutschland, eine feste Vergütung für Windstrom garantiert. Mit anfänglich 8,4 Cents pro Kilowattstunde ist diese Vergütung zwar etwas geringer als hierzulande, jedoch gleichen die besseren Windverhältnisse dies aus. Windenergie hat sich damit weiter als eine der preiswertesten Energien etabliert.

Erster deutsch-französischer Windkraftfonds

Parallel zur Errichtung der Anlagen hat ENERTRAG einen deutsch-französischen Windkraftfonds über 4,5 Millionen Euro aufgelegt, welcher ab Juli gezeichnet werden kann. Die geplanten Ausschüttungen erreichen etwa 330 Prozent der Einlage, so das Unternehmen. Interessierte Anleger erhalten alle Informationen über UDI UmweltDirektInvest-Beratungs GmbH in Nürnberg, Telefon: 0911-9290550.

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