Zwei Jahre Bauzeit

Erster Spatenstich für neues GuD-Kraftwerk in Hamm

Am September 2007 soll das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Hamm-Uentrop etwa 4,8 Milliarden Kilowattstunden Strom jährlich erzeugen. Heute vollzogen NRW-Energieministerin Christa Thoben und Trianel-Chef Dr. Dieter Attig den ersten Spatenstich, ob Oktober wird es eine feste Baustelle geben.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Aachen/Hamm (red) - Mit dem ersten Spatenstich heute in Hamm-Uentrop startete das Gemeinschaftskraftwerk der Trianel European Energy Trading GmbH und ihrer 27 Partner der kommunalen Energieversorgung in die konkrete Bauphase. In etwa zwei Jahren soll das 440 Millionen teure Gas- und Dampfturbinenkraftwerk 4,8 Milliarden Kilowattstunden Strom jährlich erzeugen.

An der offiziellen Einweihung der Baustelle nahmen Christa Thoben, NRW-Energieministerin, Helmut Diegel, Arnsberger Regierungspräsident und Thomas Hunsteger-Petermann, Oberbürgermeister der Stadt Hamm ebenso teil wie Dr. Dieter Attig, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Trianel European Energy Trading GmbH und Ralf Guntermann, Vorstandsmitglied Siemens AG Power Generation.

"Das GuD-Kraftwerk Hamm-Uentrop ist derzeit eines der größten und wichtigsten industriellen Investitionsvorhaben in Deutschland und symbolisiert damit gerade auch in der Energiewirtschaft einen neuen Aufbruch. Das ist gut so, denn wir brauchen neue Kraftwerke zur Sicherung unserer Stromversorgung und wir brauchen mehr Wettbewerb; nicht nur, aber auch in der Energiewirtschaft", würdigte Wirtschaftsministerin Christa Thoben den Bau. Regierungspräsident Helmut Diegel ergänzte: "Bis zur vollen Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks müssen noch weitere Genehmigungsschritte erfolgen, sei es im Kraftwerksbereich, bei der Erdgas-Anschlussleitung, der elektrischen Hochspannungsfreileitung oder bei der Wasserentnahme und -einleitung. Unter Wahrung der gesetzliche Anforderungen wird die Bezirksregierung Arnsberg den Turbogang einschalten."

Ab Oktober richtet der Generalunternehmer Siemens Power Generation eine feste Baustelle auf dem Gelände ein. Weitere Aufträge, wie die Flächenbearbeitung und die Baustromversorgung, wurden gerade an Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, insbesondere der Region Hamm, vergeben.

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