Forschungsvorhaben

Erster Offshore-Windpark kommt

Das Umweltministeriums hat die deutschen Küstenländer, Stromkonzerne, Wissenschaftler und Hersteller in der Stiftung der deutschen Wirtschaft für die Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See vereint, schreibt "Die Zeit". Pläne für den ersten deutschen Offshore-Windpark werden damit konkret.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (red) - Der erste Deutsche Offshore Windpark wird noch im Juli auf den Weg gebracht. Wie die ZEIT (Nr. 29 vom 14. Juli 2005) berichtet, soll er als Forschungsvorhaben mit Unterstützung des Bundes gebaut werden.

Das Bundesministerium für Umwelt habe seit Januar daran gearbeitet, die deutschen Küstenländer, Stromkonzerne, Wissenschaftler und Hersteller in der Stiftung der deutschen Wirtschaft für die Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See zu vereinen, schreibt das Blatt. "Wir haben die Satzung bei der Niedersächsischen Landesregierung eingereicht", sagt Jörg Kuhbier, ehemaliger Umweltsenator von Hamburg und einer von drei kommissarischen Vorständen, gegenüber der ZEIT. Ende Juli soll die Offshore-Stiftung genehmigt sein.

Schon vor einem Jahr sollten sich zwölf Windräder der 5-Megawatt-Klasse im Windpark Borkum West drehen. Doch die technischen Risiken schienen den Banken zu groß, sie wollten die Windparks nicht finanzieren, heißt es in dem Bericht weiter. Jetzt springe das Umweltministerium ein. Fünf Millionen Euro Forschungsmittel stünden für die Stiftung bereit, um die Rechte am Windpark Borkum West zu kaufen. Dort sollen dann alle drei deutschen Anbieter von Großanlagen - Prokon, Enercon und Repower - von 2007 an ihre Anlagen testen können. Die Energiekonzerne EWE, E.ON und Vattenfall gehören ebenfalls der Stiftung an und werden das Verbindungskabel zum deutschen Stromnetz an Land ziehen.

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