Nachhaltige Energieversorgung

Erste methanolbetriebene Brennstoffzelle in Berlin eingeweiht

Vattenfall, Wirtschaftsministerium, die Herstellerfirma MTU CFC Solutions, E.ON und Bewag haben heute in Berlin die erste methanolbetriebene Brennstoffzelle eingeweiht. Das Demonstrationsprojekt soll nachweisen, dass sich aus organischen Abfällen und Biomasse gewonnenes Methanol für die Energieversorgung nutzen lässt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - In Anwesenheit des Chefs des Bundeskanzleramts, Staatssekretär Dr. Frank-Walter Steinmeier, ist heute in Berlin die erste methanolbetriebene Brennstoffzelle ("HotModule") eingeweiht worden.

"Bundesregierung und Energiewirtschaft arbeiten bei der Erprobung von hocheffizienten Brennstotfzellen Hand in Hand, um die Modernisierung unserer Energieversorgung voran zu treiben", erläuterte Steinmeier. Das "HotModule" ist ein Gemeinschaftsprojekt von Vattentall Europe mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, dem Hersteller MTU CFC Solutions, E.ON und Bewag. Die Brennstoffzellenanlage auf dem Gelände des Heizkraltwerks Treptow ist in das vor Ort bestehende Fernwärmeverbundsystem integriert.

Beim "HotModule" wird als Energieträger Methanol verwendet. Methanol gilt als eine der Zukunftsoptionen für den Energiemarkt, ist universell einsetzbar und lässt sich aus diversen Biomasseprodukten und Reststoffen kohlendioxidneutral und regenerativ gewinnen. "Wir wollen auch zukünftig einen aktiven Beitrag zu nachhaltiger Energieversorgung leisten", erläuterte Vattenfall-Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Rauscher.

Mit dem Demonstrationsprojekt soll nachgewiesen werden, dass sich aus organischen Abfällen und Biomasse gewonnenes Methanol effizient für die Energieversorgung nutzen lässt.

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