Premiere

Erste Leitwarte für Offshore-Windanlage in Betrieb genommen

Deutschlands erste Leitwarte für Offshore-Windkraftanlagen ist am Donnerstag in Emden in Betrieb genommen worden. Nach Angaben des Unternehmens gehört die Anlage zu den modernsten der Welt. 400 Windkraftanlagen können darüber gesteuert werden.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Emden (ddp/red) - Mit der Einrichtung der BARD-Gruppe sollen künftig 400 Windkraftanlagen auf hoher See mit einer Gesamtleistung von mehr als 2000 Megawatt überwacht und gesteuert werden, teilte das Unternehmen mit. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sollte die Anlage am Mittag einweihen.

Über ein mehrere Quadratmeter großes Display können alle Daten jeder einzelnen Windkraftanlage abgerufen werden. Auf farbigen Schaltdiagrammen werden zudem die Mittelspannungsverkabelung des Windparks und das Offshore-Umspannwerk überwacht. Während der Bauphase können zudem die Standorte die Errichterschiffe angezeigt werden.

Gabriel lobte die Entwicklung bei der Energiegewinnung auf hoher See. "Hier werden eindrucksvolle Investitionen in Produktionsstätten und Logistik getätigt, um die deutschen Ausbauziele für regenerative Energien bis zum Jahr 2030 zu sichern", sagte er laut Redemanuskript.

Die Investitionen in die gesamte Wartungstechnik betragen den Angaben zufolge mehrere Millionen Euro. Ein Ausbau ist mit der Errichtung weiterer Offshore-Windparks der BARD-Gruppe vorgesehen. Mit dem Bau des ersten kommerziellen Windparks des Unternehmens, des "BARD Offshore 1", soll in den kommenden Wochen begonnen werden. Insgesamt plant das Unternehmen derzeit acht Offshore-Windparks in der deutschen und drei in der niederländischen Nordsee.

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