Strategische Partnerschaft

Erste Konferenz zu erneuerbaren Energien in Casablanca

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (AHK) in Marokko und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) veranstalten in der marokkanischen Hafenstadt Casablanca vom 7. bis 9. Oktober eine hochrangig besetzte Konferenz zu Marktpotenzialen und Verbreitungsstrategien für erneuerbare Energien.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (red) - In der marokkanischen Hafenstadt Casablanca findet im Rahmen der "Exportinitiative Erneuerbare Energien" vom 7. bis 9. Oktober eine hochrangig besetzte Konferenz statt, auf der Marktpotenziale und Verbreitungsstrategien für erneuerbare Energien im nordwestafrikanischen Land diskutiert werden.

Veranstaltet von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Marokko mit Unterstützung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) werden neben dem marokkanischen Minister für Energie und Bergbau und weiteren Regierungsvertretern auch die wichtigsten Vertreter der marokkanischen Energiewirtschaft teilnehmen. Von deutscher Seite berichten auf der Konferenz das Bundesumweltministerium, wichtige Branchenverbände und deutsche Unternehmen von ihren Erfahrungen und Strategien.

"Die Konferenz in Casablanca ist ein wichtiger Schritt, die bestehenden marokkanisch-deutschen Kontakte im Bereich der erneuerbaren Energien weiter auszubauen", erläutert Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena. Er erwartet neue Impulse für marokkanisch-deutsche Projekte auf den zukunftsträchtigen Märkten Marokkos.

Bis zum Jahre 2020 will Marokko, das selbst nur über sehr wenig fossile Rohstoffe verfügt, jede fünfte Kilowattstunde mit Strom aus Wind, Wasser, Solar und Biomasse erzeugen. Zudem wollen die Marokkaner die ländliche Elektrifizierung vorantreiben und setzen dabei vor allem auf autarke Photovoltaik-Systeme. Die Potentiale sind laut dena aufgrund hoher Sonneneinstrahlung und Windgeschwindigkeiten hervorragend.

Gleichzeitig nehme Marokko in der vom Umweltrat der deutschen Bundesregierung empfohlenen "strategischen Energiepartnerschaft" zwischen EU und Nordafrika eine Schlüsselfunktion ein: Wenn man eines Tages Solarstrom aus der Sahara ins europäische Verbundnetz einspeisen wolle, dann gehe das nur über Marokko.

Die Konferenzteilnahme ist kostenlos. Anmeldungen per Mail: joern.bousselmi@dihkcasa.org oder klessmann@dena.de.

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