Schwacher Solarmarkt

ersol führt Kurzarbeit ein

Die Bosch-Tochter ersol führt als Reaktion auf die schwache Nachfrage im Solarmarkt Kurzarbeit ein. Rund 700 Mitarbeiter in der Produktion seien davon betroffen, sagte eine Sprecherin der ersol Solar Energy AG am Dienstag. Die Maßnahme trete nächste Woche in Kraft und sei zunächst bis zum 10. November befristet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Erfurt (ddp.djn/red) - Das Erfurter Unternehmen hatte Anfang Juli anlässlich der Erwartung eines operativen Verlusts in diesem Jahr Einschnitte in der Produktion angekündigt. Nun sei mit den Arbeitnehmervertretern eine Einigung erzielt worden, erklärte die Sprecherin. Zurzeit beschäftigt ersol über 1300 Menschen.

Die Produktionskürzung konzentriert sich nach Angaben der Sprecherin auf den sogenannten kristallinen Bereich. Neben der durch die Kurzarbeit herbeizuführenden Senkung der Auslastung auf 50 Prozent würden rund 450 weitere Mitarbeiter der Verwaltung ihre Zeitguthaben abbauen. Zudem seien die Angestellten zur Inanspruchnahme aller Urlaubstage noch in diesem Jahr aufgefordert, ergänzte die Sprecherin.

Das Unternehmen fertigt vor allem Solarzellen und stellt daneben noch Rohsilizium, Siliziumscheiben (Wafer) sowie Dünnschichtmodule her. Wie andere Unternehmen der Branche auch wird ersol von dem Einbruch des Marktes in Mitleidenschaft gezogen. Bisher kam das Unternehmen jedoch ohne die jetzt angekündigten Maßnahmen aus.

ersol gehört seit Sommer vergangenen Jahres mehrheitlich zur Robert Bosch GmbH. Das Stuttgarter Technologieunternehmen hatte für die Komplettübernahme mehr als eine Milliarde Euro geboten und hält mittlerweile über 97 Prozent.

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