Erneute Forderung nach einer Quotenregelung

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Kürzlich hat auch der Bayerische Städtetag eine Quotenregelung für den liberalisierten Strommarkt gefordert. Vorsitzender Josef Deimer (CSU) forderte, dass auch die großen Energielieferanten eine bestimmte Menge an umweltfreundlich erzeugtem Strom verkaufen müssten. Das wäre nur zu fair, da die Stadtwerke in den letzten Jahren erheblich in umweltfreundliche und dezentrale Stromerzeugung investiert haben. Da dieser Strom naturgemäß teurer ist als Billigstrom etwa aus Überschüssen französischer Kernkraftwerke, können die Stadtwerke nur im Wettbewerb bestehen, wenn auch die großen Energieunternehmen gezwungen werden, teurer erzeugten Strom zu verkaufen. Der Städtetags-Chef forderte eine bundesweite Regulierungsbehörde.


Zudem wies er den Vorwurf zurück, die Kommunen hätten sich mit überhöhten Strompreisen in den zurückliegenden Jahren finanzielle Polster zugelegt. Über den sogenannten steuerlichen "Querverbund" würden die Städte allenfalls die Defizite des öffentlichen Personennahverkehrs decken. Deimer befürchtet, dass es Einbußen beispielsweise bei der Taktdichte für U-Bahnen, Straßenbahnen und städtischen Bussen geben wird, sollten die Erlöse aus dem Stromverkauf durch drastische Preissenkungen wegfallen.

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