Cadarache

Erneut Störung in französischer Kernforschungsanlage

In der südfranzösischen Kernforschungsanlage Cadarache hat sich erneut eine Störung ereignet. Die Arbeitskleidung von zwei Technikern des französischen Kommissariats für Atomenergie (CEA) sei verstrahlt gewesen, teilte die Aufsichtsbehörde ASN am Mittwoch mit.

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Marseille (afp/red) - Die routinemäßige Messung nach dem Einsatz in einem Labor habe "Spuren einer Kontamination" ergeben. Die Behörde habe den Vorfall als "Störung" eingestuft; dies entspricht der zweitniedrigsten Stufe der internationalen Ereignisskala INES, die insgesamt acht Stufen umfasst. Auswirkungen auf die Umwelt oder auf die Gesundheit des Personals habe die Störung vom vergangenen Mittwoch nicht, erklärte die ASN.

Atomkraft: nicht störungsfrei

Zuletzt hatte sich im Februar eine Störung in Cadarache ereignet, das in der Nähe von Aix-en-Provence liegt. Die Anomalie wurde bei einem Testlauf in einem Forschungsreaktor festgestellt. Laut Atomkommissariat war dabei ein sogenannter Steuerstab blockiert gewesen. Im Dezember hatte sich in einer Forschungsanlage des CEA im Großraum Paris eine Störung ereignet. Dabei setzte eine Lüftungsanlage in einem Labor der Einrichtungen aus.

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