Schwefelsäure-Rohr

Erneut Mangel im AKW Brokdorf festgestellt

Im schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Brokdorf (Kreis Steinburg) hat es ein weiteres meldepflichtiges Ereignis gegeben. Wie das für Atomaufsicht zuständige Kieler Justizministerium am Freitag mitteilte, hatten die Wände einer Rohrleitung im Abwasserbehandlungssystem nicht die erforderliche Dicke.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Brokdorf (ddp/red) - Über die betroffene Rohrleitung wird Schwefelsäure zur Behandlung des radioaktiven Abwassers zugeführt. Die Rohrleitung soll ausgetauscht werden. Zur Klärung der Schadensursache hat die Atomaufsichtsbehörde unabhängige Sachverständige hinzugezogen.

Die Störungen summieren sich

Zuletzt war es Ende März im schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Brokdorf zu einer Störung im Notspeisegebäude gekommen. Davor war bereits am 16. März ein Defekt aus Brokdorf gemeldet worden. Brokdorf ist neben dem benachbarten Atommeiler Brunsbüttel an der Unterelbe und dem Kernkraftwerk Krümmel der dritte Atommeiler in Schleswig-Holstein.

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