BEE-Arbeitsplatzprognose

Erneuerbare Energien schaffen 200 000 Arbeitsplätze in Ostdeutschland

200 000 Arbeitsplätze erwartet der Bundesverband Erneuerbare Energien allein in Ostdeutschland durch den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Er übergab seine Arbeitsplatzprognose an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, der in Magdeburg das Werk des deutschen Windkraftmarktführers Enercon besichtigte.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Magdeburg (red) - Erneuerbare Energien können in Ostdeutschland 200 000 Arbeitsplätze schaffen. Das betonte Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), bei der Übergabe der Arbeitsplatzprognose an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse.

"Die neuen Bundesländer profitieren überproportional vom Ausbau der erneuerbaren Energien. In den Bereichen Geothermie und nachwachsende Rohstoffe sind die Bedingungen in Ostdeutschland besser als in den meisten anderen Bundesländern", erläuterte Lackmann. Hinzu komme das Windkraftpotenzial im Binnenland und vor der Ostseeküste. "Schon heute ist die Windenergie der größte Arbeitgeber in Magdeburg."

Thierse besuchte in Magdeburg das Werk des deutschen Windkraftmarktführers Enercon. In der Berechnung des BEE entfallen knapp 40 000 Arbeitsplätze auf die Wärmeerzeugung durch erneuerbare Energien. Lackmann: "In den ostdeutschen Bundesländern bestehen deutlich bessere Nahwärmenetze als in Westdeutschland. Deswegen wird der notwendige Ersatz von Öl und Gas durch Erdwärme, Bioenergie und Solarwärme hier sehr viel schneller und günstiger möglich sein."

Weitere 65 000 Beschäftigte erwartet der Branchenverband bei der Erzeugung biogener Kraftstoffe. Lackmann: "In Sachsen wird heute schon zusammen mit den größten deutschen Autobauern an der Entwicklung von Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen gearbeitet. Die ostdeutsche Landwirtschaft hat das Potenzial, diese Rohstoffe kostengünstig zu produzieren."

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