Auch in Sekundärbranchen

"Erneuerbare Energien bieten Chancen für Unternehmer"

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Margareta Wolf, hat heute anlässlich der Baden-Badener Energiegespräche auf die Wichtigkeit von Investitionen in erneuerbare Energien aufmerksam gemacht. Die regenerativen Energiesparten wären eine Herausforderung und böten Unternehmern ökonomische Chancen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Baden-Baden (red) - Auf die zunehmende Bedeutung von Investitionen in erneuerbare Energien hat Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, hingewiesen. "Technische und wirtschaftliche Herausforderungen anzunehmen, Neuerungen zu fördern und ökonomische Chancen zu ergreifen, das sind unternehmerische Tugenden, die bei den jungen, regenerativen Sparten besonders gefragt sind", sagte Wolf bei den Baden-Badener Energiegesprächen. Rund um Windkraft und Solarenergie, Biomasse-Nutzung, Wasserkraft und Geothermie würden bereits heute in Deutschland rund zehn Milliarden Euro im Jahr umgesetzt - mit steigender Tendenz.

Die erneuerbaren Energien seien in Deutschland einer der wenigen Bereiche, die weiterhin deutliche Zuwächse verzeichnen könnten. Die Investitionen in erneuerbare Energien und die Umsätze aus dem Betrieb regenerativer Anlagen würde mit dem zunehmenden Ausbau der umweltfreundlichen Energieträgern weiter wachsen, zeigte sich Wolf zuversichtlich. "Zentrale Aufgabe ist, künftige Energieversorgungsstrukturen in Deutschland flexibel, dezentral und innovativ zu gestalten", betonte die Staatssekretärin. Dies diene dem Ziel, den Aufschwung und die Sicherheit der Energieversorgung, die für Verbraucher und Wirtschaft gleichermaßen wichtig sei, langfristig zu sichern.

Mit den erneuerbaren Energien entstünden vielfältige und neue Wirtschaftszweige. Nicht nur in der Solartechnik und im Stahlbau für Windkraftanlagen ergäben sich neue Chancen, sondern auch für viele Sekundärbranchen, darunter Zulieferbetriebe, Handelsvermittlung, Werbung, Planung, Finanzdienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung.

"Gegenüber Investitionen in der überkommenen fossil-nuklearen Energieproduktion haben Investitionen in diese Branchen den großen Vorteil, dass sie auf Innovation, Versorgungssicherheit und ökologische Verträglichkeit setzen - und dass sie langfristig und nachhaltig Umwelt und Klima von schädlichen Emissionen und Risiken entlasten", sagte Wolf.

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