Krebserkrankungen

Ermittlungsverfahren gegen früheren Asse-Betreiber noch offen

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft weiter die Aufnahme eines formellen Ermittlungsverfahren gegen den früheren Betreiber des Atommülllagers Asse. "Es ist noch keine Entscheidung gefallen", sagte der Sprecher der Behörde, Joachim Geyer, am Mittwoch der Nachrichtenagentur ddp.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Braunschweig/Wolfenbüttel (ddp/red) - Betreiber des vom Einstürzen bedrohten Bergwerks war bis zum vergangenen Jahr das Helmholtz Zentrum München. Im Rahmen sogenannter Vorermittlungen hat die Staatsanwaltschaft in den vergangenen Monaten mehrere ehemalige Asse-Beschäftigte befragt, die nach ihrer Tätigkeit im Bergwerk an Krebs erkrankten.

Bei einer der Angehörten handelte es sich nach Angaben der Ermittler um Eckbert Duranowitsch, der von 1987 bis 1990 in der Schachtanlage arbeitete. Er installierte dort als Schlosser Messinstrumente und war nach eigenen Angaben dabei auch in Bereichen mit dem eingelagerten Atommüll beschäftigt.

"Das Verfahren hakt und klemmt im Moment daran, dass Herr Duranowitsch sich noch zusätzliche Zeit bei der Zusammenstellung von Akten erbeten hat", sagte Geyer. Ursprünglich hätten diese Dokumente der Staatsanwaltschaft bereits im März vorliegen sollen, "nun sind die Unterlagen immer noch nicht vollständig". Als Reaktion auf die Krebserkrankungen hat der neue Asse-Betreiber, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), vor kurzem ein "Gesundheitsmonitoring Asse" für die gegenwärtig etwa 250 Asse-Mitarbeiter der Schachtanlage gestartet.

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