Verfahren des Kartellamts

Erfolg: Weitere Gasversorger frieren Preise ein

Das Bundeskartellamt vermeldet zwei weitere Erfolge: Nach Einleitung von Verfahren wegen des Verdachts missbräuchlicher Preisgestaltung haben sowohl die Mitgas GmbH als auch die Stadtwerke Ulm eingelenkt. Beide werden ihre Preise bis Oktober nicht weiter erhöhen. Das Verfahren gegen RWE ist noch nicht abgeschlossen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (ddp/sm) - Zwei weitere Gasversorger haben nach Intervention des Bundeskartellamts die angekündigten Preiserhöhungen zum Teil zurückgenommen. Das teilte die Bonner Behörde heute zum Abschluss weiterer Verfahren gegen Gasversorger wegen des Verdachts missbräuchlicher Preisgestaltung mit.

Kartellamtspräsident Ulf Böge erklärte, die Abstriche der Mitgas Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH aus Gröbers und der SWU Energie GmbH (Stadtwerke Ulm) führten zu Kostenentlastungen beim Verbraucher. Noch wichtiger sei aber das bei den Verantwortlichen der Gasversorgungsunternehmen gestiegene Bewusstsein, dass sich Preissteigerungen nicht ohne weiteres mit eigener Marktmacht durchsetzen ließen.

Wie das Kartellamt weiter mitteilte, hat die Mitgas den Verzicht auf weitere Preiserhöhungen bis 30. September zugesagt. Zum 1. Oktober werde das Unternehmen maximal die bis dahin anfallende Steigerung seiner Bezugskosten an die Haushalts- und Kleingewerbekunden weitergeben. Zudem werde ein günstigeres Produkt-Paket eingeführt.

Auch die Stadtwerke Ulm werden bis 30. September ihre Preise nicht erhöhen. Ab 1. Oktober werden sich neue Tarife an den eigenen Bezugskostensteigerungen orientieren. Jedoch gewähre die SWU einen Abschlag und führe außerdem zu diesem Termin ein neues Angebot ein.

Ein weiteres Verfahren gegen die Rhenag Rheinische Energie AG in Siegburg ruht nach Angaben der Kartellbehörde derzeit. Das Verfahren gegen die RWE Westfalen-Weser-Ems AG in Dortmund sei noch nicht abgeschlossen.

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