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EREF kritisiert EU-Konvent für die Privilegierung von Nuklearstrom

Die European Renewable Energies Federation (EREF) rügte die angeblich Pläne des Europäischen Verfassungskonvents, nach denen für die Kernkraftindustrie eine Befreiung von den europäischen Wettbewerbsregeln vorgesehen ist. EREF vertritt 17 Erzeuger von erneuerbarer Energie in zehn EU-Mitgliedstaaten mit fast 17 000 Stromgeneratoren.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Die Erzeuger erneuerbarer Energie haben scharf auf den Bericht regiert, dass der Europäische Verfassungskonvent derzeit an einem Vorschlag zur Änderung des EU-Vertragswerkes arbeite, wonach für die Kernkraftindustrie eine Befreiung von den europäischen Wettbewerbsregeln vorgesehen sei. In einem Brief an den Vorsitzenden des Konvents, den ehemaligen Staatspräsidenten Valery Giscard d'Estaing, rügte die European Renewable Energies Federation (EREF), die angedachte Gewährung solcher Privilegien für eine Energiequelle. Sie sei mit dem inzwischen liberalisierten Energiemarkt in der EU and dem gesamten Konzept eines transparenten Wettbewerbs unvereinbar.

EREF-Präsident Joan Fages schrieb im Namen von Erzeugern und Befürwortern erneuerbaren Energien aus ganz Europa: "So lange es eine Fortsetzung der unfairen Bevorzugung von Kernenergie und Kohle-Stromerzeugung gibt, warnen wir alle Mitgliedstaaten und Parlamente, und schließen uns den auf dem Gebiet des Umweltschutzes relevanten nichtstaatlichen Organisationen und insbesondere Umweltverbänden an, um gegen die ungerechten Bestrebungen in der Kommission und im Konvent, derartige Geschenke an die Kernstromerzeuger in Form spezieller Privilegien fortzusetzen, zu demonstrieren." Er hob dabei hervor, dass EREF 17 Erzeuger von erneuerbarer Energie in zehn EU-Mitgliedstaaten mit fast 17 000 Stromgeneratoren und einer derzeitigen Leistung von mehr als 10 000 Megawatt vertrete.

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