Zwischenbilanz

Erdwärmeheizung in Deutschland auf dem Vormarsch

Der GtV-Bundesverband Geothermie feiert sein 20-jähriges Bestehen und zieht Bilanz über die Entwicklung der Erdwärmenutzung in den vergangenen Jahren. 250.000 Erdwärmeheizungen sowie 20 tiefe Geothermieprojekte, die ganze Stadtteile und Ortschaften versorgen, gebe es bereits in Deutschland.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Auch die Zukunft sieht man positiv. Die Erzeugung von Strom durch Geothermie werde durch technologische Fortschritte bald günstiger und stärker standardisiert stattfinden, so Waldemar Müller-Ruhe, Präsident des Bundesverbandes.

Erdwärmenutzung soll kräftig ausgebaut werden

Bis 2020 rechnet die Branche mit einer Steigerung der Geothermienutzung zu Heizzwecken um etwa das Vierfache. Bei der Stromerzeugung sei ein noch viel größerer Ausbau möglich. Derzeit würden 5,6 Terawattstunden (TWh) Wärmeenergie und 0,027 TWh Strom erzeugt. Die Produktion elektrischer Energie könnte auf 3,8 TWh pro Jahr ausgebaut werden. Dafür will der Bundesverband Geothermie technische Entwicklungen vorantreiben und auch die Qualitätssicherung verstärken. Die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit sollen ebenfalls verbessert werden.

Kombination mit anderen erneuerbaren Energien wichtig

"Um die Energiewende umzusetzen, ist über verlässliche politische Rahmenbedingungen hinaus die Verknüpfung aller regenerativen Energieträger notwendig. Denn in Systemen wie regenerativen Kombikraftwerken kann die Geothermie ihren besonderen Vorteil der Grundlastfähigkeit optimal einsetzen", erklärte Präsident Müller-Ruhe bei der Eröffnung des Geothermiekongresses DGK 2011.

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