Neue Technologie

Erdwärme: Online-Heizkostenvergleich zeigt Vorteile auf

Das Webportal www.erdwaermepumpe.de verzeichnete infolge des russisch-ukrainischen Gaskonflikts einen sprunghaften Anstieg der Seitenabrufe. Ein neuer Online-Heizkostenvergleich soll die Technologie dem Konsumenten nun noch näher bringen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Auf www.erdwaermepumpe.de finden Interessierte ein Online-Tool, um Vollkosten und Emissionen für das eigene Haus schnell berechnen zu lassen. "Dabei werden in unsere Berechnungen alle wesentlichen Faktoren wie Größe des Hauses, Standort und Bauweise einbezogen. Die Berechnungen simulieren also recht realistisch die tatsächlich anfallenden Kosten und Emissionen", erläuterte Portalbetreiber Robby Burkhardt. Mittlerweile gehöre der Heizkostenvergleich von Erdwaermepumpe.de zu den beliebtesten Tools der vom Bundesumweltministerium geförderten Online-Klimaschutzkampagne co2online.de.

Insgesamt bietet die Website einen umfassenden Angebotspool der in Deutschland verfügbaren Dienstleister rund um die Erdwärme-Technologie. "Ziel unserer Website ist, den Konsumenten mit der Technologie vertraut zu machen und ihm mit wenigen Klicks die Möglichkeiten dieser regenerativen Energiequelle aufzuzeigen. Denn gerade Heizfragen sind ja für Eigenheim-Besitzer ein komplexes Thema", so Burkhardt weiter.

Einen weiteren Anstieg des Interesses an dem Webprojekt erwartet Burkhardt auch von der Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für Erdwärme-Installationen: Baden-Württemberg etwa habe angekündigt, die Förderungen für Erdwärme von zwei auf vier Millionen Euro zu erhöhen. Andere Bundesländer würden wegen der gestiegenen Nachfrage der Konsumenten in nächster Zeit nachziehen. Attraktiv für Konsumenten sei insbesondere die absolute Versorgungssicherheit der Technologie und die Stabilität der Preise: Im wesentlichen koste nur die Installation, nicht aber der laufende Betrieb etwas.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromtarife

    BGW weist auf Modernisierungspflicht für alte Kessel hin

    Der Staat hat mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) hohem Heizenergieverbrauch im Haus einen Riegel vorgeschoben. Davon betroffen sind laut Auskunft des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) etwa 1,1 Millionen Heizkessel, die vor dem 1.10.1978 installiert wurden.

  • Hochspannungsleitung

    Tipp für ökologisches und ökonomisches Heizsystem: Wärmepumpen

    Die Heizung ist der größte Posten unter den Betriebskosten für ein Haus. Angesichts steigender Öl- und Gaspreise lohnt es sich, über alternative Energiequellen nachzudenken, die auf Dauer günstiger sind als fossile Brennstoffe. Eine Möglichkeit ist die Energiegewinnung mit Wärmepumpen.

  • Strompreise

    Aufbruchstimmung in der Geothermie-Branche

    In Stuttgart fand dieser Tage ein Kongress zum Thema "Erdwärmenutzung in Baden-Württemberg" statt. Planer, Bohrunternehmer, Geologen und Handwerker sind ob der wirtschaftlichen Aussichten erfreut, da Erdwärme ein unerschöpflicher Energielieferant zu sein scheint.

Top