Statistisches

Erdgasimporte: Januar bis Oktober 2002

Von Januar bis Oktober des vergangenen Jahres hat die Bundesrepublik Deutschland 4,1 Prozent mehr Erdgas importiert als im vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2001. Im besagten Zeitraum wurden insgesamt 2.459.104 Terajoule importiert.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte von Januar bis Oktober 2002 mit 2.459.104 Terajoule (TJ) um 4,1 Prozent über der entsprechenden Menge des Vorjahres (2.362.834 TJ).

In der BAFA-Erhebung werden die Einfuhren aus Norwegen ohne Zugänge an Mengen, die später in andere Länder verbracht werden, ermittelt. Der Wert der Zugänge aus Norwegen für den Inlandsverbrauch wird beginnend mit Meldemonat Oktober 2002 ermittelt, indem der Durchschnittspreis der Gesamtzugänge aus Norwegen mit der für den Verbrauch in der Bundesrepublik bestimmten Menge multipliziert wird. Demnach ergibt sich als Wert der Erdgaszugänge aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten im Berichtszeitraum 7,899 Milliarden Euro (Vorjahr 9,360 Milliarden Euro).

Der so ermittelte Grenzübergangspreis pro TJ Erdgas lag im Oktober 2002 mit 3.308,39 Euro um 8,2 Prozent unter dem Preis im Oktober 2001 (3.603,17 Euro). Somit ist der durchschnittliche Einfuhrpreis im Berichtszeitraum im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 18,9 Prozent von 3.961,14 Euro auf 3.211,97 Euro pro TJ Erdgas gesunken.

Der Grenzübergangspreis zeigt den Wert einer Ware an der deutschen Grenze. Nicht enthalten sind beispielsweise die deutsche Erdgassteuer und die Erwerbsteuer bei Lieferungen aus EU-Ländern beziehungsweise die Einfuhrumsatzsteuer bei Zugängen aus Drittländern. Die Entwicklung des Erdgaseinfuhrpreises folgt in der Regel mit einer gewissen Zeitverzögerung den Preisen für Mineralöl.

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