Neue Zahlen

Erdgasimporte im Juni deutlich angestiegen

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat Juni 2008 mit 287.258 Terajoule um 20,2 Prozent über der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (238.965 Terajoule).

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Eschborn (red) - Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag im Juni 2008 mit 7.411,62 Euro (dieses entspricht zirka 2,67 Cent pro Kilowattstunde) um 4,7 Prozent über dem Preis im Mai 2008 (7.079,85 Euro). Gegenüber Juni 2007 (5.226,68 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 41,8 Prozent gestiegen.

Im Berichtszeitraum Juli 2007 bis Juni 2008 lagen die Erdgasimporte mit 3.718.363 Terajoule um 21,2 Prozent über der entsprechenden Menge der Referenzperiode Juli 2006 bis Juni 2007 (3.068.069 Terajoule). Die drei wichtigsten Lieferländer waren in den letzten zwölf Monaten die Russische Föderation (1.628.834 Terajoule), Norwegen (1.159.776 Terajoule) und die Niederlande (810.186 Terajoule).

Der Wert der Erdgaszugänge aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten betrug im Berichtszeitraum Juli 2007 bis Juni 2008 22,954 Milliarden Euro im Vergleich zu 17,788 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Grenzübergangspreis ist im betrachteten zwölfmonatigen Zeitraum im Vergleich zur Referenzperiode um 6,5 Prozent von 5.797,87 Euro auf 6.173,10 Euro pro Terajoule Erdgas gestiegen.

Der Grenzübergangspreis zeigt den Preis des Erdgases an der deutschen Grenze und folgt in der Regel mit einer gewissen Zeitverzögerung den Preisen für Mineralöl.

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