Projektstart

enviaM will Abwanderung von jungen Fachkräften aus Mitteldeutschland stoppen

Die Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Energiewirtschaft wollen die Abwanderung von jungen Fachkräften aus Mitteldeutschland stoppen. Zu diesem Zweck haben sie das Projekt "Junge Karriere Mitteldeutschland" (JuKaM) aufgelegt. Im Mittelpunkt steht eine effektive Datenbank.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz (red) - Ziel des JuKaM-Projektes ist die mittel- und langfristige Bindung von jungen Fachkräften an Mitteldeutschland. Auf diese Weise soll die Wirtschafts- und Innovationskraft der Region nachhaltig gestärkt werden. Adressaten sind junge Fachkräfte zwischen 18 und 28 Jahren, die ihre Ausbildung im Rahmen des dualen Systems oder eines Studiums absolviert haben und Mitteldeutschland verlassen müssen oder bereits den Rücken gekehrt haben.

Herzstück des Projektes ist eine Datenbank, die eine passgenaue Zuordnung zwischen jungen Fachkräften und Unternehmen ermöglicht. In die Datenbank können sich alle jungen Menschen aus Mitteldeutschland eintragen, die einen beruflichen oder akademischen Abschluss erlangt haben. Ebenso können hier alle Unternehmen aus der Region nach jungen Nachwuchskräften suchen. Aus der Datenbank werden gezielt abwanderungswillige Personen angesprochen. Ihnen wird angeboten, an einer Potenzialanalyse teilzunehmen, in der ihre beruflichen Stärken ausgelotet werden.

"Wir rechnen damit, dass sich im ersten Schritt bis zu 10 000 junge Menschen in die Datenbank eintragen werden", erläutert Bernd Koller, Geschäftsführer des bildungszentrums energie GmH (bze). Um das Projekt publik zu machen, sollen Arbeitsagenturen, kommunale Ämter für Wirtschaftsförderung, Kammern, Hochschulen und Schulen in Mitteldeutschland in den kommenden Wochen und Monaten als Multiplikatoren gewonnen werden.

Junge Fachkräfte und Unternehmen, die sich für das Projekt interessieren, können sich beim bze mit Jörg Wiesner, Telefon: (03 45) 2 16-38 14 in Verbindung setzen.

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