Übernahme

enviaM erwirbt Beteiligung an den Stadtwerken Lichtenstein

Die envia Mitteldeutsche Energie AG übernimmt 94,9 Prozent der Geschäftsanteile der Stadtwerke Lichtenstein GmbH, die Stadt Lichtenstein wird die verbleibenden 5,1 Prozent halten. Der Kaufpreis wird auf 11,5 Millionen Euro beziffert. enviaM ist nun an 21 Stadtwerken beteiligt, mit 31 Stadtwerken unterhält man Vertriebspartnerschaften.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz (red) - Der Stadtrat der Stadt Lichtenstein hat am gestrigen Donnerstag, 27. Mai, entschieden, 94,9 Prozent der Geschäftsanteile der Stadtwerke Lichtenstein GmbH an die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) zu veräußern. Die Stadt Lichtenstein wird die verbleibenden 5,1 Prozent der Anteile an den Stadtwerken halten.

Die Chemnitzer enviaM konnte sich gegenüber mehreren Bewerbern durchsetzen. Neben dem Kaufpreis in Höhe von 11,5 Millionen Euro habe den Stadtrat vor allem das strategische Konzept zur Festigung der Marktposition und Weiterentwicklung der Stadtwerke Lichtenstein im liberalisierten Energiemarkt überzeugt, heißt es. Die Entscheidungsträger habe darüber hinaus die Kompetenz des ostdeutschen Marktführers beeindruckt.

Angetan zeigten sich die Verantwortlichen darüber hinaus vom flexiblen Modell der Zusammenarbeit; als förderlich erwies sich ferner die regionale Nähe und lokale Verwurzelung des Unternehmens. Rund 36,0 Prozent der enviaM-Anteile werden von Kommunen in den neuen Bundesländern gehalten. Als Teil der RWE Energy-Gruppe profitiert enviaM außerdem von der internationalen Kompetenz der für Kontinentaleuropa zuständigen Vertriebs- und Netzgesellschaft des RWE Konzerns.

Die Stadtwerke Lichtenstein versorgen 11.000 Einwohner mit Strom und Fernwärme sowie 20.000 Einwohner mit Gas. Die 29 Mitarbeiter des Unternehmens erzielten im Geschäftsjahr 2003 einen Umsatz von 10,1 Millionen Euro.

Ziel der enviaM-Beteiligung an den Stadtwerken Lichtenstein ist es, die Ertragskraft der Stadtwerke durch Sicherung und Ausbau der Marktanteile zu stärken. Grundlage dafür ist die zuverlässige und preiswerte Energieversorgung der Kunden. Fester Bestandteil der Vereinbarung ist die Zusage, bestehende Arbeitsplätze zu erhalten.

Der enviaM-Aufsichtsrat, die Kommunalaufsicht und das Bundeskartellamt müssen dem Anteilserwerb noch zustimmen. Insgesamt ist enviaM an 21 Stadtwerken beteiligt. Darüber hinaus unterhält das Unternehmen mit 31 Stadtwerken Vertriebspartnerschaften.

enviaM ist innerhalb der RWE Energy-Gruppe die regionale Führungsgesellschaft für die neuen Bundesländer. Das Unternehmen bedient in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rund 1,6 Millionen Kunden mit Strom, Wärme, Wasser, Telekommunikation und energienahen Dienstleistungen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreiserhöhung

    Vergleich: Belastung durch Stromkosten im Osten deutlich höher

    Bei den Stromkosten trifft es Verbraucher im Osten des Landes deutlich härter als im Westen. Das liegt zum einen daran, dass die Strompreise variieren. Zum anderen fällt wegen der unterschiedlich hohen Gehälter die Belastung für Ostdeutsche aber noch höher aus.

  • Rechtsschutz

    Fernwärmekunden bekommen Millionen zurück

    Für Fernwärmekunde bundesweit gibt es positive Nachrichten. Ermittlungen des Bundeskartellamtes führten dazu, dass einige Energieversorger sich dazu verpflichteten, die Preise zu senken. Andere sagten sogar Rückerstattungen für ihre Kunden zu.

  • Strom sparen

    Dr. Bloemer Vorsitzender der VDEW-Landesgruppe Thüringen

    Der Vorstandschef der TEAG Thüringer Energie AG, Dr. Bernhard Bloemer, ist neuer Vorsitzender der VDEW-Landesgruppe Thüringen. Bloemer löst Norbert Schneider, Geschäftsführer der Stadtwerke Erfurt, ab. Diese hatte turnusgemäß nicht mehr für das Ehrenamt kandidiert.

  • Strompreise

    München: Pilotprojekt "Fernkälte" in Betrieb

    Grundwasser aus so genannten U-Bahn-Dükern kühlt in München ab sofort das Forschungs- und Innovationszentrum der BMW Group. Mit der Fernkälte können - im Vergleich zur Kälteerzeugung via Kompressionskältemaschinen - jährlich rund sieben Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden. Die Stadtwerke München investierten dafür rund 6,5 Millionen Euro.

  • Stromnetz Ausbau

    enviaM stellt 70.000 Euro für gemeinnützige Projekte zur Verfügung

    Die Chemnitzer envia Mitteldeutsche Energie AG stellt 70.000 Euro für gemeinnützige Projekte in Kommunen bereit. Bei einer von Mai bis September stattfindenden Roadshow durch 21 Städte in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen können die Bürger in einem Trimmrad-Wettbewerb selbst bestimmen, wohin die Gelder fließen.

Top