Prüfung der Unterlagen

Entscheidung im Prozess gegen E.ON Hanse verschoben

Die ursprünglich für den 8. Dezember angekündigte Entscheidung im Prozess gegen E.ON Hanse vor dem Hamburger Landgericht wurde auf nächstes Jahr verschoben. Die Verbraucherzentrale, die 54 Verbraucher im Kampf gegen überhöhte Gaspreise vertritt, muss erst die 70-seitige Kalkulation prüfen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Im Prozess gegen den Gasversorger E.ON Hanse vor dem Hamburger Landgericht wegen überhöhter Gaspreise wird es erst im kommenden Jahr eine Entscheidung geben. Grund für die Verschiebung in dem Verfahren über die Sammelklage von 54 Gaskunden ist, dass das Gericht den Klägern erst jetzt einen Schriftsatz des Versorgers zur Kalkulation zur Verfügung stellte, wie die Verbraucherzentrale Hamburg, die die Klage koordiniert hat, am Freitag mitteilte. Die Kläger brauchten nun Zeit für die Prüfung der Angaben in dem Papier.

Der Schriftsatz enthält 70 Seiten zuzüglich zahlreicher Anlagen mit umfangreichen Ausführungen zur Kalkulation der Preise. Für die Stellungnahme räumte das Gericht den Gaskunden eine Frist bis 12. Januar ein. "Die Unterlagen werden wir sorgfältig prüfen und umfassend dazu Stellung nehmen", sagte der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg, Günter Hörmann. Die Verschiebung des Entscheidungstermins aus diesem Grund sei sachgerecht.

E.ON Hanse hatte seit dem vergangenen Herbst die Gaspreise drei Mal um insgesamt 25 Prozent erhöht. Als Grund wurden die weltweit gestiegene Nachfrage nach Gas und die Ölpreisbindung angeführt. Die Kunden werfen dem Unternehmen dagegen unbegründete Preiserhöhungen vor.

In einer ersten Entscheidung hatte das Gericht das Unternehmen angewiesen, seine Preiskalkulation offen zu legen. Dieser Aufforderung kam die Firma nach. Nun müssen sich die Kläger zu dieser Kalkulation äußern. Das Gericht verhandelt seit Mitte September. Ursprünglich sollte es am 8. Dezember eine Entscheidung geben.

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