Vermögensschaden

Entschädigung für Hotels am Atommülllager Asse

Hotels, Gaststätten und Bildungseinrichtungen aus der Umgebung des Atommülllagers Asse können beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) finanzielle Entschädigungen beantragen. Als Voraussetzung nannte die Behörde am Freitag, dass den Betrieben infolge der Diskussion um die Sicherheit der Asse ein Vermögensschaden entstanden sein müsse.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Wolfenbüttel (ddp-nrd/red) - Betriebe, die seit Anfang 2007 oder länger bestehen, könnten einen formlosen Antrag einreichen, hieß es. Auf seiner Internetseite (bfs.de) hat das Bundesamt Richtlinien für mögliche Entschädigungen veröffentlicht. Auf einen finanziellen Ausgleich bestehe aber kein Rechtsanspruch.

In der Vergangenheit hatten gastronomische Betriebe in der Asse-Region über Umsatz-Einbußen geklagt. Gemeinderäte und Bürgermeister berichteten vom Verfall der Grundstückspreise in ihren Kommunen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atommüll

    Asse hätte nie Atomendlager werden dürfen

    In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel hätte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden dürfen. Der Ausschuss des niedersächsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab.

  • Strom sparen

    Stark erhöhte Radioaktivität in der Asse (Upd.)

    Im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel ist die Radioaktivität vor einer Einlagerungskammer stark gestiegen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) maß in einem Bohrloch vor der Kammer zwölf eine Aktivität von 240.000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter, wie Behörden-Sprecher Werner Nording am Donnerstag mitteilte.

  • Energieversorung

    Zeitplan für Schließung des Atommülllagers Asse vorgelegt

    Bundesumweltminister Gabriel und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) haben offiziell einen Plan zur Schließung des maroden Atomlagers Asse vorgelegt. Gabriel warf CDU und Atomwirtschaft dabei am Donnerstag vor, "immer die billigste Lösung gewollt und damit eine sichere Endlagerung vor die Wand gefahren" zu haben.

  • Strompreise

    Linke: Asse-Flutung würde Großraum Braunschweig unbewohnbar machen

    Die Zweifel am Notfallplan des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) für den Fall eines Kollapses des einsturzgefährdeten Atommülllagers Asse wachsen. Ein Umweltexperte der Linken warnte, eine Flutung des Salzstocks könne erschreckende Folgen haben.

  • Strompreise

    Sprengstoff aus der Asse entsorgt

    Der in dem maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel bisher noch lagernde Sprengstoff ist entsorgt worden. Mitarbeiter einer Spezialfirma hätten ihn am Mittwoch aus der Grube geschafft, wie ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz am Donnerstag sagte.

Top