Überbrückung

Entega hält Erdgaspreise für Privatkunden stabil

Zwar werden sich die Kosten für den Einkauf von Erdgas im zweiten Quartal 2006 für den Darmstädter Versorger Entega noch einmal um 2,5 Millionen Euro verteuern. Dennoch verzichtet der Energieversorger zum 1. April 2006 auf eine Erhöhung der Erdgaspreise in seinen Privatkundentarifen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Darmstadt (red) - "Betriebswirtschaftlich gesehen müssten wir jetzt die Preise für Privatkunden um 0,33 Cent anheben", erläuterte Entega-Geschäftsführer Michael Böddeker. "Es sieht allerdings so aus, als würde sich die Situation auf dem Weltenergiemarkt bis zum Sommer entspannen. Dann werden hoffentlich auch unsere Beschaffungskosten wieder fallen. Um unseren Kunden weitere Belastungen zu ersparen, versuchen wir, die Durststrecke bis dahin zu überbrücken."

Der Spielraum der Entega sei eng, erklärt Michael Böddeker die Lage. "Entega ist eine reine Vertriebsgesellschaft. Vom Verkaufspreis einer Kilowattstunde Erdgas bleiben ihr damit vorübergehend nur unter zwei Prozent. Der Löwenanteil sind Beschaffungskosten, Steuern und Abgaben sowie Transportkosten." Entega suche trotzdem immer nach Lösungen, ihren Kunden so weit wie möglich entgegen zu kommen.

Entega, eine Tochtergesellschaft der HEAG Südhessischen Energie AG (HSE) und der Stadtwerke Mainz AG, versorgt in der Region Rhein-Main-Neckar über 160 000 Kunden mit Erdgas.

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