Bilanz 2002

ENNI bleibt bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region

Der lokale Energie- und Wasserlieferant Energie Wasser Niederrhein (ENNI) bleibt weiterhin auf Erfolgskurs. Die Geschäftsführer Ditmar Jakobs und Stefan Krämer verkündeten auf der Bilanzpressekonferenz auch für das Geschäftsjahr 2002 ein Ergebnis über der Vier-Millionen-Euro Marke. Dennoch wurden Strompreiserhöhungen für 2004 nicht ausgeschlossen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Insgesamt schüttet das Unternehmen 4,04 Millionen Euro an seine vier Gesellschafter, zu 80 Prozent die Städte Moers und Neukirchen-Vluyn aus. Auch darüber hinaus bleibt ENNI ein für die Region kaum wegzudenkender Wirtschaftsfaktor. Über Steuern, Konzessionsabgaben, Auftragsvergaben und nicht zuletzt die Kaufkraft der Mitarbeiter fließen der Region weitere Millionenbeträge zu. Aber sowohl die Chefetage als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Willi Ruthotto wissen, dass der Druck auf das Unternehmen infolge der schlechten Konjunkturlage und anziehender Bezugskonditionen wächst. "Wir müssen unsere Kostensituation aber auch unsere Preispolitik auf den Prüfstand stellen", so Kaufmann Stefan Krämer. "Denn unser betrieblicher Aufwand ist allein durch allgemeine Preissteigerungen deutlich gestiegen."

Die Gesamterträge blieben dagegen mit einem kleinen Minus von 0,2 Prozent und jetzt knapp 78 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Die Stromsparte ist mit 43.4 Millionen Euro nach wie vor der Hauptumsatzträger. Hier legte ENNI um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Trotz weiterer Kundenzuwächse waren die Erträge der Gassparte rückläufig. In der Stromsparte konnte ein Absatzplus von knapp einer Millionen Kilowattstunden (0,2 Prozent) verzeichnet werden. Insgesamt wurden an die etwa 65 000 Kunden 481 358 Megawattstunden abgesetzt.

"Wir rechnen damit, dass der Wettbewerb weiter anzieht. Staatliche Markteingriffe wie die Regulierungsbehörde werden die Wettbewerbslandschaft verändern. Da bin ich mir sicher", schaut Geschäftsführer Jakobs in die Zukunft. "Kopfschmerzen bereiten uns derzeit aber vor allem die deutlich anziehenden Strombezugspreise", so Krämer. "Ich glaube nicht, dass wir an einer Preiserhöhung im Jahr 2004 vorbeikommen. Trotzdem bleibt es unser Ziel, unseren Kunden konkurrenzfähige Preise anzubieten."

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