Think-Tank

Energiewirtschaftliches Institut der Uni Köln wird ausgebaut

Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) der Universität Köln soll zu einem deutschlandweit einmaligen Kompetenzzentrum ausgebaut werden. Ziel sei es, das EWI "zu einem europäischen Think-Tank für Energieökonomik" weiterzuent­wickeln.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp/sm) - Das teilte das Düsseldorfer Innovationsministerium Ende vergangener Woche mit. Dafür stellen das Ministerium sowie die Energiekonzerne E.ON und RWE dem Institut für die kom­menden fünf Jahre zwölf Millionen Euro zur Verfügung. Ein Vertrag wurde am Donnerstag von den Partnern unterzeichnet.

"Eine sichere und vor allem bezahlbare Energieversorgung ist eine der entscheidenden Herausfor­derungen für die Zukunft", erklärte Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP). "Wir erhoffen uns vom EWI als Think-Tank für Energiewirtschaft hier wichtige wissenschaftliche Grundlagen, um die richtigen Weichen zu stellen."

So sei in der öffentlichen Diskussion be­reits allein die Berechnung der Kosten der unterschiedlichen Energieträger äußerst umstritten, genau wie die Auswirkung dieser Kosten auf die Volkswirtschaft. Diese Fragen seien aber mitentscheidend für eine kluge und weitsichtige Energiepolitik, hob Pinkwart hervor.

Mit den zusätzlichen Mitteln will das EWI neue Professoren- und Mitar­beiterstellen schaffen und seine Internationalisierung vorantreiben. Die künftige Forschung soll sich insbesondere mit der Entwicklung der Energiemärkte in Europa beschäftigen. Das Institut will sich zudem der Frage widmen, wie politische Weichenstellungen auf den Energiemarkt wirken. Zugleich will sich das Institut mit den Auswirkungen technologischer Entwicklun­gen sowie Entscheidungen der Wirtschaft auf den Energiemarkt befas­sen.

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