Weitere Belastungen

Energiewirtschaft gegen staatliche Erdgasbevorratung

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat sich gegen eine staatliche Erdgasbevorratung ausgesprochen. Eine strategische Erdgasreserve würde das Erdgas weiter verteuern und die Verbraucher unnötig belasten, sagte BDEW-Präsident Rolf Martin Schmitz am Dienstag in Dortmund.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Dortmund (ddp/sm) - Das wäre vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzmarktkrise das falsche Signal. "Die deutsche Energiewirtschaft steht für eine sichere und verlässliche Versorgung mit Erdgas rund um die Uhr", sagte Schmitz. Er fügte hinzu: "Wir brauchen keine staatlich kontrollierte strategische Erdgasreserve wie beim Mineralöl."

In Deutschland gibt es nach BDEW-Angaben 46 Untertage-Gasspeicher. Ihre Aufnahmekapazität beträgt knapp 20 Milliarden Kubikmeter. Das entspreche fast einem Viertel des 2007 in Deutschland verbrauchten Erdgases. "Die deutsche Gasbranche verfügt damit über das größte Speichervolumen in Europa", sagte Schmitz.

Wie der Verbandschef weiter sagte, werden sich die jetzt sinkenden Ölpreise bei den Gas-Beschaffungskosten der Unternehmen niederschlagen, "so dass Preissenkungen und damit eine Entlastung für die Verbraucher im nächsten Jahr zu erwarten sind".

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