Studie

Energiesubventionen für Industrie auf 16 Milliarden gestiegen

Die Subventionen für die deutsche Industrie bei den Umwelt- und Energieabgaben steigen in diesem Jahr einer Studie zufolge auf 16,2 Milliarden Euro. Dabei würden insbesondere Entlastungen der Unternehmen von der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stark ausgeweitet.

Preise© Claudia Hautumm / pixelio.de

Halle (dapd/red) - So zitiert die "Frankfurter Rundschau" (Montagausgabe) aus der Untersuchung des Instituts Arepo Consult. Voriges Jahr hatte Arepo die Subventionen auf knapp zehn Milliarden Euro taxiert, dabei allerdings einige Posten unberücksichtigt gelassen.

Während die Hürden für die weitgehende Befreiung der Unternehmen von der EEG-Umlage von der Bundesregierung abgesenkt wurden, sei die Umlage für die verbleibenden Stromverbraucher gestiegen, heißt es in der Studie, die für die Linke-Bundestagsfraktion erstellt wurde.

Manche Subventionen haben sich sogar verdoppelt

Im Resultat steigt die Subventionierung der Industrie im Bereich EEG von rund 2,9 Milliarden im vergangenen Jahr auf nun knapp 3,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen in der neuen Berechnung rund zwei Milliarden Euro für industrieeigene Kraftwerke. Etwa auf 685 Millionen Euro verdoppeln sich die Subventionen durch die teilweise Befreiung der Wirtschaft von Stromnetzentgelten.

Mit 3,6 Milliarden Euro wird darüber hinaus die Befreiung von Großkunden von Abgaben an die Gemeinden veranschlagt. Weitere 5,1 Milliarden Euro Entlastungen entfallen unverändert auf Befreiungen von der Ökosteuer. Im Handel mit CO2-Zertifikaten erhalten die Unternehmen 1,1 Milliarden Euro Subventionen, 200 Millionen mehr als 2012.

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