Effiziente Beleuchtung

Energiesparlampen: Wer sie nicht nutzt, verschenkt Geld

Energiesparlampen sind teuer, flimmern und erzeugen ungemütliches Licht. Diese gängigen Vorurteile haben bisher den Siegeszug dieser effizienten Beleuchtungsart verhindert. Mittlerweile gibt es jedoch eine große Auswahl an Sparlampen, auch in verschiedenen Formen. Einem Kauf sollte also nichts mehr im Weg stehen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Energiesparlampen senken die Stromkosten für Beleuchtung um bis zu 80 Prozent. Weil sie effizienter sind als herkömmliche Glühlampen und dazu eine etwa zehnmal längere Lebensdauer besitzen, rentiert sich der Kauf von Energiesparlampen bereits nach kurzer Zeit. Darauf weist jetzt die Initiative EnergieEffizienz hin.

Durch den Einsatz von nur zehn Energiesparlampen lassen sich schon fast 80 Euro im Jahr sparen, hat die Vereinigung ausgerechnet. Dass sie noch nicht in allen Haushalten zum Einsatz kommen, liege an den diversen Vorurteilen, mit der die Initiative EnergieEffizienz jetzt aufräumen will. Die beliebtesten: Sie "flimmern", erzeugen "ungemütliches Licht" und sind "teuer". Richtig ist hingegen, dass die Leuchten technisch weiterentwickelt wurden und die anfänglichen Nachteile überwunden haben. Weitere Informationen sollen noch mehr "Licht ins Dunkel" bringen.

(1.) Wirkt das Licht der Energiesparlampen nicht kalt und grell? Entgegen allen Vorurteilen gibt es Energiesparlampen in verschiedenen Lichtfarben. Lampen in "warm-weiß" oder "extra-warmweiß" schaffen eine genauso gemütliche Atmosphäre wie eine normale Glühlampe.

(2.) Verkürzt häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer einer Energiesparlampe? Schaltet man das Licht häufig ein oder aus, eignen sich Modelle mit Vorheizfunktion. Diese sind besonders langlebig.

(3.) Ist der Stromverbrauch einer Energiesparlampe beim Einschalten besonders hoch? Ein Mehrverbrauch beim Einschalten ist bei modernen Energiesparlampen kaum messbar und fällt daher nicht ins Gewicht.

(4.) Kann man Energiesparlampen dimmen? Dazu sind nur einige, spezielle Modelle in der Lage. Ist eine Lampe dimmbar, findet sich auf der Verpackung ein ausdrücklicher Hinweis darauf.

(5.) Gibt es Energiesparlampen auch in Glühlampenform? Mittlerweile sind Energiesparlampen in vielen unterschiedlichen Formen und Größen erhältlich, z.B. in der Standard-Glühlampenform und in der Kerzenform.

(6.) Sind Energiesparlampen teuer? Nur auf den ersten Blick. Energiesparlampen kosten zwar in der Anschaffung mehr als Glühlampen, sind aber aufgrund ihrer längeren Lebensdauer und ihres deutlich geringeren Stromverbrauchs auf lange Sicht wesentlich günstiger.

(7.) Woran erkenne ich, ob eine Lampe stromeffizient ist? Auf der Verpackung ist eine Einteilung in Energieeffizienzklassen zu finden. Sie reicht von Energieeffizienzklasse "A" (sehr effizient) bis "G" (ineffizient). Energiesparlampen haben Klasse "A" oder "B". Anders die normalen Glühlampen, sie gehören bestenfalls der Klasse "D" an.

(8.) Kann man Energiesparlampen im normalen Hausmüll entsorgen? Nein, denn sie enthalten geringe Mengen Quecksilber und gehören daher in den Sondermüll. Kommunale Sammelstellen entsorgen die Lampen. Aber auch viele Fachhändler nehmen die Lampen zurück.

Auch das Öko-Institut hat mittlerweile in seiner "EcoTopTen" eine Marktübersicht zu Energiesparlampen vorgelegt. Dreizehn Lampen zwischen fünf und 16 Watt - das entspricht 40 bis 75 Watt bei konventionellen Glühlampen - erfüllen die anspruchsvollen EcoTopTen-Kriterien. Die Marktübersicht des Öko-Instituts e.V. zeigt: Wer seine herkömmlichen Glühbirnen durch Energiesparlampen aus der EcoTopTen-Übersicht ersetzt, ist klar im Vorteil. "Es gibt nichts, was heute noch gegen Energiesparlampen spricht", erläutert Dr. Dietlinde Quack aus dem Freiburger Büro des Öko-Instituts e.V.

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