Test

Energiesparlampen: Unterschiede bei Helligkeit und Energieverbrauch

Die Angaben auf der Verpackung von Energiesparlampen lassen keinen zuverlässigen Rückschluss auf ihre Leuchtstärke zu. Dies ist das Ergebnis einer Stichprobe des WDR-Wirtschaftsmagazin "markt". Zudem stimme auch die angegebene Leistungsaufnahme oft nicht mit dem tatsächlichen Verbrauch überein.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - Die in Alltagssituationen wie beispielsweise der Beleuchtung eines Küchentisches getesteten Energiesparlampen, die laut Packungshinweis Glühbirnen mit Leistungen zwischen 40 und 75 Watt ersetzen sollten, hatten im Vergleich zur jeweiligen Glühbirne bis zu 50 Prozent höhere, aber auch bis zu ein Drittel niedrigere Lichtwerte. So warf die hellste Energiesparlampe ein 50 Lux helles Licht, während bei der entsprechenden Glühbirne (60 Watt) nur 32 Lux gemessen wurden. So lautet das Ergebnis des WDR-Wirtschaftsmagazins "markt", das diese Stichprobe beim TÜV Rheinland in Auftrag gab und in der gestrigen Sendung vorstellte.

Im umgekehrten Fall machte eine 40 Watt-Glühbirne ein 27 Lux helles Licht, während die angeblich vergleichbare Energiesparlampe nur auf 18 Lux kam. In der insgesamt neun Energiesparlampen umfassenden Stichprobe schnitten die Markenprodukte durchweg besser ab als die Billigware vom Discounter, so die Tester.

Deutliche Unterschiede seien auch bei der Leistungsaufnahme der Lampen zu beobachten, teilweise wird mehr oder weniger Strom verbraucht, als auf der Packung angegeben. So braucht beispielsweise eine der billigeren 40-Watt-Birnen rund 24 Prozent weniger Energie als angegeben, eine andere Birne jedoch fast 16 Prozent mehr.

Weiterführende Links
  • Die Testergebnisse in der Übersicht [hier klicken]
Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Computer & Co.: Standby kostet rund 60 Euro im Jahr

    Geräte verbrauchen auch im Standby-Betrieb Strom – das ist den meisten Verbrauchern bekannt. Tatsächlich verliert aber ein Durchschnittshaushalt rund 60 Euro im Jahr durch eigentlich inaktive Unterhaltungsmedien, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

  • Erde

    Revolutionierende Erfindungen: Nachhaltig und energiesparend

    Die industrielle Revolution hat neben Ihren zahlreichen technischen Fortschriften auch Probleme wie etwa Umweltverschmutzung mit sich gebracht. Doch zahlreiche Erfindungen der letzten Jahre zeigen, dass Neuheiten nicht mehr umweltbelastend sein müssen.

  • Energieversorung

    Energieverbrauch ist in zehn Jahren um 3,5 Prozent gestiegen

    Der Energieverbrauch in Deutschland hat in den vergangenen zehn Jahren um 3,5 Prozent angezogen. Ursache sind immer mehr Elektrogeräte und größere Wohnflächen. Das Umweltbundesamt ruft die Verbraucher auf, noch mehr Strom zu sparen als bisher.

  • Stromnetz Ausbau

    VBEW: Mit Energiesparlampen Strom und Geld sparen

    In der dunklen Jahreszeit müssen Licht und Lampen wieder früher eingeschaltet werden. Der steigende Energieverbrauch durch Beleuchtung macht dabei bis zu 14 Prozent des Stromverbrauchs zu Hause aus. Mit dem richtige Licht lässt sich Geld sparen. Der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) gibt dazu Tipps.

  • Hochspannungsleitung

    VDEW: Keine Sparwirkung durch Zeitumstellung

    "Die Zeitumstellung spart so gut wie keine Energie. Die Stromversorger können bereits seit Jahren keine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen", so Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), zur Umstellung von Sommer- auf Winterzeit am Sonntag.

Top