Umweltabgabe gefordert

Energiesparlampen-Hersteller fordert Stopp des Glühlampen-Verbots

Ausgerechnet einer der größten Hersteller von Energiesparlampen hat Korrekturen am EU-weiten Glühbirnen-Verbot gefordert. Dieses führe derzeit zu Hamsterkäufen von klassischen Glühlampen. Dies habe zur Folge, dass sich Verbraucher über Jahre hinweg den energiesparenden Lampen verschlössen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Langenselbold (afp/red) - Anstelle des Verbots von Glühlampen sollte nach Ansicht Wiesners daher ein "Unweltaufpreis" von fünf Euro pro Glühbirne treten. Dadurch werde das Verursacherprinzip bei den energieintensiven Lampen eingeführt. Außerdem lohne ein Kauf der meist teureren Energiesparlampen dann nicht erst durch die gesparte Energie und die längere Lebensdauer, sondern schon beim Kauf.

Mit den Erlösen des Glühlampen-Aufpreises könnten nach Vorstellungen des Firmenchefs Umweltprojekte finanziert werden, etwa kostenlose Soforthilfen zum Energiesparen für bedürftige Menschen. Die EU hatte kürzlich Regeln für die Energie-Effizienz von Lampen festgelegt. Diese Vorgaben bedeuten, dass ab 1. September zuerst die 100-Watt-Birnen aus den Läden verschwinden müssen. Anschließend sollen auch schwächere Glühbirnen vom Markt genommen und durch umweltfreundlichere Produkte ersetzt werden.

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