Privatisierung und Modernisierung

"Energieprojekt Rumänien": Brandenburger Know-how für Südosteuropa

Brandenburg startete in dieser Woche das "Energieprojekt Rumänien". 30 Experten aus dem südosteuropäischen Land weilen derzeit in der Mark, um sich über moderne Methoden zur Stromgewinnung aus Braunkohle zu informieren. Bei Privatisierung und Modernisierung sollen die ostdeutschen Erfahrungen genutzt werden.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Brandenburg wird die Modernisierung des Energiesektors in Rumänien unterstützen. Zum Start des "Energieprojekts Rumänien" kamen in dieser Woche 30 Experten aus dem südosteuropäischen Land in die Mark, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Die Delegation werde sich zehn Tage lang über moderne Methoden zur Stromgewinnung aus Braunkohle informieren. Ziel des Projekts sei es, über den Weg der Weiterbildung rumänischer Fachleute Zugang zum dortigen Markt zu bekommen.

Die Initiative Brandenburgs komme zur richtigen Zeit, sagte Rumäniens Botschafter Adrian Cosmin Vierita. Die Energiewirtschaft seines Landes befinde sich mitten im Prozess der Privatisierung und Modernisierung. Dazu könnten die ostdeutschen Erfahrungen genutzt werden. Rumänien fördert jährlich rund 30 Millionen Tonnen Braunkohle. Das ist nach Deutschland und Polen die drittgrößte Förderleistung in Europa. In der Bergbausanierung und im umweltgerechten Ausbau der Kraftwerke bestehe großer Nachholbedarf.

Die Rumänen waren von einer Arbeitsgemeinschaft brandenburgischer Unternehmen und Institutionen unter Leitung der Zukunftsagentur eingeladen worden. Dazu gehören unter anderem die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft Senftenberg, die Bergakademie Freiberg, Vattenfall Europa Cottbus, der Stromversorger e.dis aus Fürstenwalde und die KSC Kraftwerks-Service Cottbus Anlagenbau GmbH. Das "Energieprojekt Rumänien" wird durch den Bund mit bis zu 280 000 Euro gefördert. Weitere 280 000 Euro bringen die brandenburgischen Partner in Form von Personal- und Sachleistungen ein.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Braunkohlekraftwerk

    Kohlekraftwerke angeblich für viele Todesfälle verantwortlich

    Deutsche Kohlekraftwerke sind laut einer Studie im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace statistisch für mehr als 3000 vorzeitige gesundheitsbedingte Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Schuld seien Feinstaubpartikel und giftige Abgase aus deren Schornsteinen. Doch diese Daten würden falsch gewichtet, sagten die Betreiber.

  • Stromnetz Ausbau

    Land Brandenburg dementiert Pläne für CCS-Werbekampagne

    Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) hat Berichte über eine angeblich geplante Werbekampagne für den Energiekonzern Vattenfall dementiert. Eine Zeitung hatte berichtet, das Land plane eine Kampagne für die heftig umstrittene CCS-Technologie.

  • Hochspannungsleitung

    Junghanns: Brandenburg ist größter deutscher Biodieselproduzent

    Ein Viertel des in Deutschland produzierten Biodiesels kommt aus Brandenburg, sagte Umweltminister Ulrich Junghanns heute auf dem brandenburgischen Energietag in Cottbus. Dennoch bleibe die Verstromung der Lausitzer Braunkohle der Eckpfeiler der märkischen Energiewirtschaft.

  • Strompreise

    Brandenburg sieht Zukunft in Biomasse

    Die traditionsreiche Braunkohleregion Lausitz in Brandenburg will in den kommenden Jahren einen Strukturwandel vollziehen. Neben der Entwicklung von kohlendioxidfreien Kohlekraftwerken durch Vattenfall und die TU in Cottbus, sollen auch die erneuerbaren Energien stärker in der Vordergrund rücken.

  • Stromnetz Ausbau

    Vattenfall Europe Mining & Generation mit guter Perspektive

    Als wesentliche Ziele der beiden Unternehmen Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG & Co. KG nannte Vorstandssprecher Prof. Kurt Häge auf dem Jahrespressegespräch "die Kostenführerschaft in der Branche, die Optimierung des Anlagenportfolios und die Mitverantwortung für die Umwelt."

Top